Jagdgegner rufen zu Gewalt auf

Die Jahresversammlung der Kreisjägerschaft Münster fand in der Innenstadt an der Mensa am Coesfelder Kreuz statt. Vor der Veranstaltung hatten Unbekannte im Umfeld der Mensa und auf den Toiletten im Gebäude mehrere Plakate angebracht, auf denen zum Teil zu Straftaten gegen Jäger aufgefordert wurde.

Dabei wurde etwa unter dem Bild eines angesägten Hochsitzes geschrieben: "Jagdsabotage rettet Leben". Die Plakate wurden augenscheinlich in die kommerziellen Werbeflächen der Bushaltestelle eingesetzt.

Kanzel niedergebrannt

Die fahrbare Ansitzeinrichtung stand nach einer Renovierung erst eine Woche im Revier, als sie von Unbekannten umgestürzt und in Brand gesetzt wurde. Die Kanzel brannte vollständig aus. Nur durch Zufall entdeckte der Jagdaufseher bei einem Reviergang den noch brennenden Hochsitz und rief die Feuerwehr.

Toter Wolf an A2 entdeckt

Bisher ist unklar, woher der Wolf stammt. Es handelt sich allerdings um einen Rüden. Daher kann ausgeschlossen werden, dass es die Wölfin ist, die sich auf dem nahe gelegenen Truppenübungsplatz Senne (zwischen Bielefeld und Paderborn) niedergelassen hat.

Man geht aktuell davon aus, dass der Wolf bei einem Verkehrsunfall getötet wurde. Der Wolf wird nun obduziert, damit seine Herkunft geklärt werden kann.

Rotwildbestand im Harz soll halbiert werden

Aufgrund milder Winter und des reichen Nahrungsangebotes hat sich der Rotwildbestand im Westharz nahezu verdoppelt. Jetzt soll die Population massiv von 6.500 auf etwa 3.500 Stück reduziert werden.

Dazu sollen im Bereich des Rotwildrings Harz in diesem Jagdjahr 2.800 Stück Rotwild erlegt werden. Im vergangenen Jahr wurde der geplante Rotwildabschuss nicht erreicht, da das Sturmtief Friederike neben zahlreichen Bäumen auch jagdliche Einrichtungen zerstört hatte.

Zaun soll Wald vor Wisenten schützen

Wisente schälen hiebreife Buchen oder äsen direkt an den Grassilos der Milchbauern. Das verärgert die betroffenen Waldbauern und Milchviehhalter zutiefst. Seit 2013 die ersten Wildrinder im Rahmen eines Artenschutzprojektes ausgewildert wurden, schwelt der Streit im Rothaargebirge.

Nun haben sich Waldbesitzer, Artenschützer und Politik auf einen Kompromiss geeinigt. Ein Zaun, der andere Wildtiere und Wanderer passieren lässt, soll das Problem lösen. Die rieisgen Wisente sollen so in einem 1.500 Hektar großen, begrenzten Projektgebiet im Staatswald konzentriert werden.

ASP: Kein Ende in Sicht

Die ASP breitet sich in Polen ungebremst aus. Die Oberste Veterinärbehörde meldete Anfang März bereits fast einhundert neue Seuchenfälle bei Wildschweinen. Die meisten Funde wurden wie bisher in der Region um Warschau (Wojewodschaft Masowien) gemeldet.

Ausbrüche in Nord- und Zentralpolen
Weitere Ausbrüche gab es in der Region Ermland-Masuren in Norden des Landes. Im Osten (Lublin) und Nordosten (Podlachien) hat die Seuche nachgelassen.

Politik im Norden will weniger Wölfe

In zwei norddeutschen Kreistagen hat sich eine Mehrheit der Abgeordneten für eine einfachere Tötung von Wölfen ausgesprochen.

Deichschutz im Vordergrund
Im Kreistag von Dithmarschen (Schleswig-Holstein) hatten 47 von 53 Politikern in einer Resolution gefordert, dass Wölfe in bestimmten Arealen in Küstengebieten sofort erlegt werden dürfen. Außerdem fordern die Dithmarscher, dass der Wolf seinen strengen EU-Schutz verlieren soll. Schließlich sei die Population mittlerweile stabil.

Jagd mit allen Tricks

Die Wolfsmischlinge auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf bei Gotha (Thüringen) entwicklen sich zu einer tickenden Zeitbombe für die Wolfspopulation. Denn sollten sich die Mischlinge weiter vermehren und mit anderen Wölfen paaren, würde die genetische Reinheit der Wölfe in Deutschland immer weiter abnehmen.

Die Hybridisierung der Wolfspopulation soll aber unbedingt verhindert werden. Daher hat das Thüringer Umweltministerium die Jagd auf die verbliebenen Wolfsmischlinge rund um den Truppenübungsplatz Ohrdruf ausgeweitet.