Wolf: Zahlreiche Schafsrisse

An einem Emsdeich bei Westoverledingen (Landkreis Leer/Niedersachsen) wurde eine Schafherde vermutlich von mehreren Wölfen angegriffen.

Zwar steht eine DNA-Analyse noch aus, doch Schäfer und Wolfsberater sehen Indizien für mindestens einen, wahrscheinlich aber mehrere Wölfe.

Wolfstypische Spuren
Denn neben den charakteristischen Biss-Spuren an Kehle und Keulen war anhand von Trittsiegeln auch erkennbar, dass einzelne Schafe in den Schlick am Emsufer abgedrängt worden waren.

Rezept: Rehschnitzel

Schließlich haben wir alle gerade jetzt etwas mehr Zeit und können die Tiefkühltruhe nach geeignetem Wildbret durchforsten und gleichzeitig Platz für neues Wildbret schaffen, das während der bald beginnenden Bockjagd wieder anfallen wird.

Für Schnitzel eignet sich zum Beispiel Wildbret aus der Rehkeule. Dazu sollte man Haut und Sehnen sorgfältig entfernen. Dann kann man aus der Ober- bzw. Unterschale mit dem so genannten Schmetterlingsschnitt einzelne Schnitzel gewinnen.

Jäger erschießt Jäger

In Marklohe im Landkreis Nienburg (Niedersachsen) hat ein 64-jähriger Jäger einen tödlichen Schuss auf einen anderen Waidmann abgegeben. Der 44 Jahre alte Mann starb noch vor Ort.

Beide Jäger waren am vergangenen Sonntagabend (22. März) unabhängig voneinander in einem Wald bei Marklohe unterwegs. Anscheinend wussten sie nichts von der Anwesenheit des jeweils anderen Mannes.

DJV: Keine Ausgangsperre für Jäger

Das Corona-Virus legt immer weitere Teile des öffentlichen Lebens lahm. Sollte sich die Situation weiter zuspitzen, drohen auch in Deutschland Ausgangssperre, wie sie in unseren Nachbarländern bereits Realität sind.

In einem Eilbrief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat DJV-Präsident Dr. Volker Böhning deutlich gemacht, dass Jäger wegen ihrer gesellschaftlich relevanten Aufgaben generell von weitergehenden Beschränkungen ausgenommen werden müssen.

Saujagd trotz Ausgangssperre

Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen, doch Jäger dürfen ihrer Tätigkeit zum Teil weiterhin nachgehen. Zur Wildschadenverhütung und um eine mögliche Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu reduzieren, dürfen Jäger weiterhin jagdlichen Tätigkeiten nachgehen.

Erlaubt ist:

  • Einzelansitz
  • Beschickung von Salzlecken oder Fütterungen
  • Anbau von Blühflächen oder Wildäckern
  • Bau jagdlicher Einrichtungen
  • Direktvermarktung von Wildbret
  • Wahrnehmung der Jagdaufsicht

Verbote ist:

Waffenrecht geändert

Die meisten Neuerungen treten erst zum 1. September in Kraft, doch Jäger müssen schon jetzt Übergangs- und Meldefristen beachten. Wir zeigen Ihnen, was jetzt gilt.

Der bestehende Besitz größerer Magazine (Langwaffen: 10, Kurzwaffen 20 Schuss) muss der Waffenbehörde bis zum 1. September 2021 gemeldet werden, damit das Verbot nicht gilt.

Die wichtigsten Änderungen für Jäger im Überblick:

Mit Unterschallmunition auf Sauen

Das brandenburgische Umweltministerium hat den Einsatz von Unterschallmunition zur Bejagung der Sauen erlaubt. Jäger dürfen nun mit einer Ausnahmegenehmigung die Spezialmunition zur Bejagung der Sauen in Stahnsdorf und Kleinmachnow einsetzen.

Einsatz von 10 bis 50 Meter
Ein vom brandenburgischen Umweltministerium in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die getestete Unterschallmunition eine ausreichende Tötungswirkung auf Schwarzwild bei einem Einsatz innerhalb der Schussdistanzen von 10 bis 50 Metern aufweist.

IWA wegen Corona abgesagt

Die IWA ist eine der wichtigsten Messen für Jäger, Sportschützen und Sicherheitsbehörden in Europa. Die Messe wird auf einen noch zu bestimmenden Termin in 2020 verschoben.

Die Messe-Gesellschaft argumentiert, dass unter den aktuellen Umständen der vielfältige Auf- und Ausbau von Geschäftsbeziehungen nicht realisiert werden könne, und die Messe daher vertagt wird.

Thüringen will alle Wolfshybride töten

Eine dafür notwendige Allgemeinverfügung des Landesumweltamtes (TLUBN) soll am 25. Februar in Kraft treten. Denn bislang ist es nicht gelungen, die Wolf-Hund-Hybride zu entnehmen. Die Verfügung wird die Möglichkeit zum Abschuss erweitern.

"Dadurch ergeben sich bessere Chancen, die Hybride noch vor einem möglichen Abwandern zu erlegen“, erklärte Umweltstaatssekretär Möller.

Waffengesetz geändert

Schalldämpfer für Langwaffen darf man künftig allein auf Jagdschein, also ohne Voreintrag erwerben. Danach muss man den Erwerb innerhalb von zwei Wochen der Behörde melden – wie bei Langwaffen.

Die Behörde trägt den Schalldämpfer dann in die Waffenbesitzkarte ein. Schalldämpfer dürfen ausschließlich mit für die Jagd zugelassenen Langwaffen für Munition mit Zentralfeuerzündung verwendet werden – und zwar ausschließlich im Rahmen der Jagd bzw. des jagdlichen Übungsschießens.