Test: Blaser Primus 8 x 56

Als Blaser auf der Jagd & Hund eigene Ferngläser vorstellte, wolle jeder wissen, woher diese Optiken stammen. Aus Isny kaum, die Fertigung optischer Geräte verlangt eine ganz andere Ausrichtung als die von Waffen.

Das Rätsel war schnell gelöst – produziert wird in Wetzlar bei German Sports Optics, GSO gehört wie Blaser zur L&O Firmengruppe. Optisches Know-how ist dort vorhanden – Bauteile und Material höchster Qualität gibts auf dem Weltmarkt.

Test: Schmidt & Bender Polar T 96

Zur Jagd bei schlechten Lichtverhältnissen braucht man Zielfernrohre mit möglichst hoher Transmissionsleistung – wer dann Sauen auch bei bedecktem Himmel noch sauber treffen will, braucht ein helles, klares Zielbild. Ein gutes Zielfernrohr ist in der Regel mit einem ausgewogenen optischen Gesamtpaket ausgestattet, um wichtige Bereiche wie Auflösung, Kontrast, Randschärfe und Transmission gut abzudecken.

Test: Rotpunktvisier Aimpoint Hunter

Rotpunktvisiere sind die idealen Zieleinrichtungen für schnelle Schüsse auf relativ kurze Distanzen. Gegenüber dem Zielfernrohr haben sie den Vorteil, das Sehfeld nicht einzuschränken, da beide Augen offen gehalten werden und beim Anschlag kein bestimmter Augenabstand eingehalten werden muss.

Kimme und Korn sind zwar genauso schnell und schränken das Sehfeld auch nicht ein, fordern aber vom Schützen eine gute Sehkraft, um Kimme, Korn und Ziel hintereinander zu bringen. Beim Rotpunktvisier liegen dagegen Ziel und Zielpunkt auf einer Ebene.

Test: Zeiss Conquest V6 2-12x50

Mit Duralyt-Zielfernrohren stieg Zeiss vor einigen Jahren in den mittleren Preisbereich ein, daraus wurde die Conquest DL-Baureihe – mit fast gleicher Modellauswahl, gleichem Design und zu identischen Preisen. Gut, man hat die Farbe von grau in schwarz geändert, optional war auch eine Absehenschnellverstellung zu bekommen und die Außenlinsen wurden nanobeschichtet (heißt bei Zeiss Lotu Tec).

Vergleichstest: Zielfernrohre 3-12 x 56

In unserer ersten Ausgabe haben wir variable Drückjagdzielfernrohre mit Leuchtabsehen getestet, denn durch die ständig zunehmenden Schwarzwildbestände sind Bewegungsjagden heute zwingend notwendig, um die erforderlichen Strecken zu erzielen.

Die zweite Möglichkeit, den schwarzen Gesellen auf die Schwarte zu rücken, ist der Nachtansitz bei Mond oder Schnee. Wer dabei erfolgreich sein will, braucht möglichst lichtstarke Zielfernrohre, denn oft kommen die Sauen genau dann an die Kirrung, wenn Wolken den Mond verdunkeln – oder halten sich im Schlagschatten der Bäume auf.

Optik-Test: Kahles Helia

Solch eine Sortimentsstraffung bietet für Hersteller Logistik-Vorteile und senkt die Produktionskosten – ein Vorteil, der an Endkunden weiter­gegeben wird. Mit den drei Modellen werden alle jagdlichen Situationen sehr gut abgedeckt:
- der Drückjagdspezialist 1 - 5 x 24 spielt mit 42 m Sehfeld ganz weit vorn in der Premiumklasse mit,
- das 2 - 10 x 50 ist ein Allrounder für Bewegungsjagd, Pirsch und Ansitz auch bei schlechtem Licht,
- das 2,4 - 12 x 56 ist ein lichtstarkes Dämmerungsmodell – auch für weitere Schüsse (bezogen auf jagdl. Distanz).

Optik-Test: Kite-Zielfernrohre

Das belgische Familienunternehmen Kite wurde 1992 gegründet, Zieloptiken baut man aber erst seit 2015. Die Produktion erfolgt in Japan, die Produkte werden in Belgien endbearbeitet und einer Qualitätskontrolle unterzogen. Browning lässt in Kooperation mit Kite dort Zielfernrohre und Ferngläser produzieren, um Komplettpakete anbieten zu können. Die Montagen vom deutschen Hersteller Dentler werden unter der Bezeichnung „Nomad“ vertrieben – ein Konzept, das auch andere große Hersteller wie Blaser umsetzen.