Der nächste Geradezug-Repetierer

Der Verkaufsanteil von Geradzug-­Repetierern bei Neuwaffen steigt ständig und hat mittlerweile ein sehr hohes Niveau erreicht. Besonders bei Drückjagdschützen erfreuen sie sich steigender Beliebtheit, denn sie unterliegen im Gegensatz zu Halbautomaten keiner gesetzlichen Beschränkung der Magazin­kapazität und haben gegenüber normalen Repetierern eine schnellere Schussfolge – wenn man mit seiner Waffe umgehen kann.
Die Auswahl an Geradezug-Repetierern ist heute erfreulich groß und zieht sich durch alle Preisklassen, wobei es schon bei etwa 1 500 € losgeht.

Rückruf Beretta BRX1

Unter bestimmten, im Normalgebrauch jedoch sehr unwahrscheinlichen Umständen, könne es – so Alberts - bei der Verwendung zu einem kritischen Unfall kommen:
„Auch ein sehr geringes Unfall-Risiko gilt für uns als nicht akzeptabel und die Verantwortung gegenüber unseren Kunden und unseren Produkten zwingt uns zu einer schnellen Reaktion.“

Überraschung aus der Flintenwelt - Berettas Geradezug-Repetierer BRX1

Als die neue Waffe enthüllt wurde, gab es zweifachen Grund zum Staunen – über einen Geradezugrepetierer und den Preis (gerade mal 1 599 €). Beides was ganz Neues für die italienische Traditionsmarke, weder bekannt für Repetierer noch für günstige Preise. Mit der Entwicklung ließ man sich Zeit. Ganze fünf Jahre dauerte es von der ersten Idee bis zur fertigen Büchse:

Waffen und Munition legal aufbewahren Felix Höltmann Fr., 21.08.2020 - 06:23

Bei der gesetzeskonformen Aufbewahrung von Waffen und Munition kennen die Behörden nicht erst seit den Amokläufen von Winnenden oder Erfurt kein Pardon. Bei Verstößen steht wegen des Verlusts der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit gleich der Jagdschein mit auf dem Spiel.

Kleiner Kontrollschieß-Knigge

Damit steht jeder Jäger nun vor Aufgabe, diese aus Gründen des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit unabdingbare Kontrolle im Revier durchzuführen, bevor man mit seiner Waffe wieder auf Tiere anlegt.

Im Revier erlaubt ist lediglich das sog. Kontroll-Schießen, also die Überprüfung der (ansonsten bereits eingeschossenen) Treffpunktlage. Dieses sollte mit wenigen Schüssen (auf jeden Fall unter 10) erledigt werden.

.270 Winchester Short Magnum

Die Hülse der gürtellosen Kurzpatrone geht auf die .404 Jeffery zurück. Das große Innen­volumen der nahezu zylindrischen Hülse sorgt mit einem Gebrauchsgasdruck von 4.450 bar für reichlich Leistung.

Durch die dicke Hülse hat sie einen größeren Pulverraum als die .270 Win. und übertrifft sie in der Leistung deutlich – 140 grs.-Geschosse lassen sich auf bis zu 970 m/sek. Mündungsgeschwindigkeit bringen.

IWA-Neuigkeiten II

Hintergrund ist die zunehmende Verbreitung von Schalldämpfern, die mittlerweile in den meisten Bundesländern erlaubt sind. Doch Jagdwaffen mit am Mündungsgewinde aufgeschraubtem Schalldämpfer sind ziemlich lang.

Auch mit Over-Barrel-Dämpfer sind die meisten Büchsen nicht unbedingt führig. Daher kann man seit einiger Zeit den Trend zu möglichst kurzen Läufen beobachten.

Problematisch ist dabei die Leistungsausbeute der Munition. Aus längeren Läufen verschossene Munition erreicht bessere ballistische Werte als aus kurzen Läufen abgefeuerte Geschosse.

Kleines Schalldämpfer-ABC

Die richtige Handhabung fängt beim Büchsenlauf an. Was man sich bei aufgesetztem Schalldämpfer auf keinen Fall leisten sollte, sind sog. Ölschüsse. Haben die meisten Jäger schon mal gehört, wird aber immer wieder in den Bereich der Mythen verwiesen. Ohne Schalldämpfer und auf moderate Entfernungen verändert sich damit lediglich die Treffpunktlage mehr oder weniger – das können 5, aber auch 10 cm sein.

Neuer Geradezugrepetierer von Chapuis

Die Waffe überzeugt mit zahlreichen technischen Finessen. Der Verschluss lässt sich bemerkenswert schnell öffnen und wieder verschließen.

Nach lösen nur einer Schraube unter dem Vorderschaft kann man den Lauf nach oben entnehmen. Dazu benötigt man keinen Drehmomentschlüssel. Vom Kaliber .243 bis 9,3 x 62 sind nicht nur Wechselläufe verfügbar, sondern dafür passt durchgehend ein universeller Verschlusskopf.

Für die werkseigene Montage (Preis komplett ca. 360 Euro) der Zieloptik sind entsprechende Nuten in den Lauf gefräst.