Kleiner Kontrollschieß-Knigge Felix Höltmann Do., 30.04.2020 - 11:10

Damit steht jeder Jäger nun vor Aufgabe, diese aus Gründen des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit unabdingbare Kontrolle im Revier durchzuführen, bevor man mit seiner Waffe wieder auf Tiere anlegt.

Im Revier erlaubt ist lediglich das sog. Kontroll-Schießen, also die Überprüfung der (ansonsten bereits eingeschossenen) Treffpunktlage. Dieses sollte mit wenigen Schüssen (auf jeden Fall unter 10) erledigt werden.

.270 Winchester Short Magnum

Die Hülse der gürtellosen Kurzpatrone geht auf die .404 Jeffery zurück. Das große Innen­volumen der nahezu zylindrischen Hülse sorgt mit einem Gebrauchsgasdruck von 4.450 bar für reichlich Leistung.

Durch die dicke Hülse hat sie einen größeren Pulverraum als die .270 Win. und übertrifft sie in der Leistung deutlich – 140 grs.-Geschosse lassen sich auf bis zu 970 m/sek. Mündungsgeschwindigkeit bringen.

IWA-Neuigkeiten II

Hintergrund ist die zunehmende Verbreitung von Schalldämpfern, die mittlerweile in den meisten Bundesländern erlaubt sind. Doch Jagdwaffen mit am Mündungsgewinde aufgeschraubtem Schalldämpfer sind ziemlich lang.

Auch mit Over-Barrel-Dämpfer sind die meisten Büchsen nicht unbedingt führig. Daher kann man seit einiger Zeit den Trend zu möglichst kurzen Läufen beobachten.

Problematisch ist dabei die Leistungsausbeute der Munition. Aus längeren Läufen verschossene Munition erreicht bessere ballistische Werte als aus kurzen Läufen abgefeuerte Geschosse.

Kleines Schalldämpfer-ABC

Die richtige Handhabung fängt beim Büchsenlauf an. Was man sich bei aufgesetztem Schalldämpfer auf keinen Fall leisten sollte, sind sog. Ölschüsse. Haben die meisten Jäger schon mal gehört, wird aber immer wieder in den Bereich der Mythen verwiesen. Ohne Schalldämpfer und auf moderate Entfernungen verändert sich damit lediglich die Treffpunktlage mehr oder weniger – das können 5, aber auch 10 cm sein.

Neuer Geradezugrepetierer von Chapuis

Die Waffe überzeugt mit zahlreichen technischen Finessen. Der Verschluss lässt sich bemerkenswert schnell öffnen und wieder verschließen.

Nach lösen nur einer Schraube unter dem Vorderschaft kann man den Lauf nach oben entnehmen. Dazu benötigt man keinen Drehmomentschlüssel. Vom Kaliber .243 bis 9,3 x 62 sind nicht nur Wechselläufe verfügbar, sondern dafür passt durchgehend ein universeller Verschlusskopf.

Für die werkseigene Montage (Preis komplett ca. 360 Euro) der Zieloptik sind entsprechende Nuten in den Lauf gefräst.

Flintenhersteller Franchi präsentiert erstmals Repetierer

Die Büchse mit griffigem Kunststoffschaft liegt gut in der Hand. Eine konventionelle auf der rechten Seite liegende Drei-Stellungssicherung wirkt auf den Abzug.

Der freischwingende Lauf ist kaltgehämmert, der Schlossgang sehr angenehm. Ein Mündungsgewinde ist ebenso wie die einfache offene Visierung standardmäßig dabei.

Die Kaliberpalette reicht von .243 über .270, .30-06, .308 Win bis .300 Win Magnum.

Mauser stellt Repetierer für unter 1.000 Euro vor

Der Hersteller spricht von einem Werkzeug, das auf alles verzichtet, was man auf der Jagd nicht braucht, aber alles vereint, was man dringend benötigt. Im Detail sind das eine Vollstahlkonstruktion mit massiver Drei-Warzen-Verriegelung, ein kalt gehämmerter Lauf und eine lautlos bedienbare Drei-Stellungs-Abzugstollen-Sicherung. Darüber hinaus enthält die M 18 einen einstellbaren  Direktabzug und ein entnehmbares Fünf-Schuss-Magazin.