Kein "Stubenarrest" für die Jagd

Der deutsche Bundestag hat mit dem Vierten Gesetz zum Schutz der der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite das Infektions-schutzgesetz (IfSG) neuerlich geändert. Die unter dem Namen "Bundesnotbremse" besser bekannten Regelungen legen unter anderem zwingende Maßnahmen überall dort fest, wo die 7-Tage-Inzidenz (nachgewiesene Corona-Infektionen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner) den Wert 100 an mehr als zwei aufeinanderfolgenden Tagen überschreitet. Dies ist gegenwärtig fast flächendeckend im gesamten Bundesgebiet der Fall.

Schonzeitaufhebungen rechtzeitig beantragen!

Die Landwirtschaft befürchtet, dass es in den kommenden Wochen durch Ringeltauben bei den Leguminosen wie Erbsen oder Sojabohnen zu massiven Schäden kommen kann. Auch Gemüsekulturen werden von Taubenschwärmen gern heimgesucht. Erhebliche Ausfälle drohen aber auch bei Mais und Spargel. Rabenkrähen ziehen die frisch aufgelaufene Maissaat noch bis zu einer Pflanzenhöhe von zehn Zentimetern aus dem Boden, auch für die Spargelernte der kommenden Wochen drohen Verluste durch die schwarzen Vögel.

ASP auf mehr als 1.000 Fälle gestiegen

Bis einschließlich 17. April konnte der Erreger in 1.016 Fällen nachgewiesen werden. Allerdings beschränken sich die Funde betroffener Kadaver nach wie vor auf die Bundesländer Brandenburg und Sachsen, in denen die Nachweise auf inzwischen sechs Landkreise oder kreisfreie Städte zugenommen hat. Anders als in Polen, Rumänien und der Slowakei ist die Seuche in Deutschland bislang allerdings auf Schwarzkittel beschränkt, ein Überspringen des Erregers auf Hausschweine wurde nicht nachgewiesen.