Preisgünstiger Allrounder

Binokulare mit 42 mm-Objektiv und achtfacher Vergrößerung gelten als Universalgläser für Pirsch und Ansitz. Sie sind zwar weder so lichtstark wie 56er noch so leicht wie ein 8 x 30, decken dafür aber fast das ganze jagdliche Einsatz­spektrum ab. Wer im Dunkeln ein Nachtsichtgerät oder eine Wärmebildkamera einsetzt, ist auf ein teures, lichtstarkes 8 x 56 nicht mehr angewiesen und kann zum deutlich günstigeren Fernglas greifen.

Brillantes Leichtgewicht von Zeiss

Zeiss SF-Ferngläser fallen sofort durch ihre markante Bauweise mit der Dreifachbrücke auf, bei der die Fokussierwalze zwischen den beiden oberen Stegen angebracht ist. Damit liegt sie mehr in der Fernglasmitte, wovon sich die Konstrukteure ein besseres Handling versprechen – bei der Benutzung müssen die Finger, die die Fokussierwalze bedienen, nicht mehr so weit abgespreizt werden. Auch das neue 8x32 hat diese Bauweise.

Nachtsichttechnik für jedermann

Wir haben die BTH 50, also die mit dem 50 mm-Objektiv getestet. Die beiden anderen Handhelds unterscheiden sich nur durch den Objektivdurchmesser – 25 oder 35 mm. Größere Linsen ergeben eine bessere Reichweite, parallel dazu verringert sich aber das Sehfeld proportional zur Reichweite. Eine Wärmebildkamera (WBK) mit 50er-Objektiv ist eher für den Feldjäger, der sehen will, was sich weiter draußen in der Flur bewegt.

Top Mittelklasse-Allrounder

Der chinesische Hersteller HIKmicro gehört zur Konzerngruppe HIKvision, einem der weltweit größten Hersteller von Überwachungstechnik mit über 40.000 Mitarbeitern. Der Ableger HIKmicro beschäftigt sich speziell mit Wärmebildoptiken, 2010 kam die erste Wärmebildkamera auf den Markt, derzeit hat HIKmicro ein breites Angebot – preiswerte monokulare Beobachtungsgeräte, Clip-On-Vorsätze bis zu binokularen Beobachtungs- geräten der High-End-Klasse mit 640 x 512 Pixel-Sensor.

Aufgewacht

Von der Verarbeitung waren wir positiv überrascht, die Kamera macht einen sehr wertigen Eindruck und liegt mit rutschfester Gummiarmierung sicher in der Hand. Durch das konische Design und die oben in Reihe liegenden Bedientasten ist die DTI mit beiden Händen gleichermaßen gut bedienbar – bei der Jagd ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn oft werden WBKs auf dem Hochsitz mit links gehalten, um das rechte Auge zu schonen, falls durchs Zielfernrohr geschaut werden muss.  Auch wenn man mit dem Auto durchs Revier fährt, wird die Kamera mit links bedient.

Test: MAK Drückjagd-Zielfernrohr

Das 1 - 6 x 24 mit Leuchtabsehen kommt völlig ohne Kunststoff aus, auch Zoomring und Abdeckkappen für die Verstelltürme sind aus Aluminium gefräst, lediglich am Okularende sitzt ein dämpfender Gummiring.

Das kompakte, nur 265 mm lange Zielfernrohr mit 30 mm Mittelrohrdurchmesser bringt nur 527 g auf die Waage – eine gute Ergänzung zu einer leichten Büchse.

Das mit einem Leuchtpunkt versehene Absehen 4 befindet sich in der zweiten Bildebene, die Helligkeitsregelung erfolgt stufenlos zwischen 1 bis 10 am links platzierten Drehregler.

Test: Minox X-Range 10 x 42

Mit dem Preis bleibt Minox noch deutlich unter dem Meorange des tschechischen Herstellers Meopta (1.749 €), made in Germany scheidet damit aus – das neueste Minox-Produkt erblickt in China das Licht der Welt.

Daher stammt auch Kahles Helia Rangefinder in der gleichen Preislage. In puncto Qualität muss dies zunächst einmal nichts heißen, in Fernost kann man eben deutlich preisgünstiger produzieren.

Test: Jahnke DJ-NSV 1 x 48

Bei den Vorsatzgeräten gibt es Modelle mit 48- und 56 mm-Objektivdurchmesser.

Das 56er-Objektiv liefert mehr Restlicht an die Röhre und so ein besseres und ruhigeres Bild. Dafür ist es deutlich schwerer, größer und teurer.

Das Magnesiumgehäuse führt zu rund einem Drittel weniger Gewicht, das Testgerät war mit nur 557 g das leichteste, dazu extrem kurz und schmal. An der breitesten Stelle (Drehregler zum An- und Ausschalten) misst es ganze 64,5 mm (Gesamtlänge: 190 mm) – wer gern mit NSG auf der Waffe pirscht, wird das kleine 48er lieben.