Test: Blaser Infinity 4 - 20 x 58

Die Vorgaben zur Entwicklung der neuen Serie waren klar – null Toleranz bei der Mechanik, optische Höchstleistung und eine Design-Abstim­mung an Blaser-Waffen standen im Lastenheft. Der letzte Punkt ist schon mal sehr gut gelungen, montiert auf einer R 8 wirkt alles wie aus einem Guss.

Die Serie besteht aus einem Drückjagdglas 1 - 7 x 28, dem Allrounder 2,8 - 20 x 50 und einem lichtstarken 4 - 20 x 58. Die kleineren Gläser haben einen 7fach-Zoom, während das 58er sich auf 5fach beschränkt – ein reinrassiges Ansitzglas mit maximaler Transmission.

Suhler Einhakmontage umrüsten

Technisch kein Problem, aber mit Suhler Einhakmontagen (SEM) können die Kosten eines solchen Austausches den Marktwert der Waffe leicht übersteigen. Montage-Spezialist EAW hat für dieses häufige Problem eine geniale Lösung entwickelt.

Das Standardverfahren ist aufwändig und teuer: Die Vorderplatte muss versetzt werden oder es wird eine zweite Platte angebracht, was nicht gerade elegant aussieht. Besonders bei Drillingen ist dazu noch ein Umbau der Kimme fällig, denn oft muss die vordere Platte genau an der Stelle angebracht werden.

Test: SIG-Sauer Kilo 1 800 BDX

Zieloptiken, die Schussdistanz, Temperatur, Luftdruck und Schusswinkel selbstständig verarbeiten und das Absehen so positionieren, dass man das Ziel direkt anvisieren kann, liegt voll im Trend.

Auf große Distanz übers Ziel hinaus ins Blaue zu halten ist höchst unpräzise (damit nicht waidgerecht!), und die ermittelte Distanz von Hand einzustellen kostet Zeit, die man manchmal schlicht nicht hat.

Test: Kahles Helia RF 10 x 42

Mit dem Preis bleibt Kahles noch deutlich unter dem Meorange  (Meopta/1.749 €). Made in Austria scheidet damit eigentlich aus, was auch zutrifft – das Helia RF erblickt das Licht der Welt in China. Für Endverbraucher ist eine kostengünstige Alternative eine angenehme Marktbereicherung – nicht jeder kann über 2.000 € auf den Tisch legen.

Test: Leica Geovid 8 x 56 HD-B 3000

Nichts ist so gut, als dass man es nicht noch verbessern kann. Das alte 8 x 56 HD-B hatte schon eine sehr gute Optik und eine Ausstattung, die nichts zu wünschen übrig ließ. Beim HD-B 3000 wurde noch eine Schippe draufgelegt.

Das integrierte Ballistikprogramm zeigt nach der Distanzmessung die notwendige Haltepunktkorrektur unter Berücksichtigung von Umweltbedingungen wie Temperatur und Luftdruck an und nimmt auch eine eventuell notwendige Winkelschusskorrektur vor, wenn man bergauf oder bergab schießt.

Test: Meopta Meorange 10 x 42 HD Basic

Meopta ist für gute Jagdoptiken im gehobenen mittleren Preisbereich bekannt – kein High End, dafür aber auch keine High-End-Preise. Das Meorange ist aber etwas teurer, was bei dem technischen Aufwand auch nicht verwundert – die Basic-Ausführung kostet bei Importeur Frankonia immerhin 1.749 €.

Ein Leica Geovid 10 x 42 gibts schon für 1.650 € – starke Konkurrenz. In der Ausführung Advanced wird es mit 2.899 € richtig teuer, dann kommen Spielereien  wie ein Ballistikrechner und Bluetooth-Verbindung mit Smartphone-App hinzu.

Test: Leica Tempus ASPH

Mini-Rotpunktvisiere sind beliebt für schnelle Schüsse auf Kurz­distanz und lassen sich preisgünstig montieren – ein Oberteil reicht zur Befestigung, wenn die Montage kompakt ausfällt, ist das Ganze nicht größer als eine Streichholzschachtel.

So ist es immer dabei und stets zugriffsbereit, ideal für Drückjagden oder als Back-Up bei Safaris. Auslöser dieses Trends war das Docter Sight, ein Leuchtpunktvisier mit frei stehender Scheibe, das begeisterte. Das heutige Modell ist schon die dritte Generation.

Test: Blaser Primus 8 x 56

Als Blaser auf der Jagd & Hund eigene Ferngläser vorstellte, wolle jeder wissen, woher diese Optiken stammen. Aus Isny kaum, die Fertigung optischer Geräte verlangt eine ganz andere Ausrichtung als die von Waffen.

Das Rätsel war schnell gelöst – produziert wird in Wetzlar bei German Sports Optics, GSO gehört wie Blaser zur L&O Firmengruppe. Optisches Know-how ist dort vorhanden – Bauteile und Material höchster Qualität gibts auf dem Weltmarkt.

Test: Schmidt & Bender Polar T 96

Zur Jagd bei schlechten Lichtverhältnissen braucht man Zielfernrohre mit möglichst hoher Transmissionsleistung – wer dann Sauen auch bei bedecktem Himmel noch sauber treffen will, braucht ein helles, klares Zielbild. Ein gutes Zielfernrohr ist in der Regel mit einem ausgewogenen optischen Gesamtpaket ausgestattet, um wichtige Bereiche wie Auflösung, Kontrast, Randschärfe und Transmission gut abzudecken.