Brandstiftung wegen Wölfen?

Der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg vernichtete riesige Waldflächen, bedrohte Dörfer und hielt die Einsatzkräfte tagelang in Atem.

Bald kam der Verdacht auf, dass Brandstiftung die Ursache für das Feuer gewesen sein könnte. Der Verein Wolfsschutz Deutschland stellt nun die Behauptung auf, dass der Brand gelegt worden sei, um das ansässige Wolfsrudel zu vertreiben - ohne jedes Indiz!

Drittes Wolfsgebiet in NRW

Nicht weit von Aachen und Düren (NRW) entfernt, ist offenbar ein Wolf sesshaft geworden. Mehrfache Sichtungen, Risse von Schafen und genetische Nachweise legen das nahe.

Vor diesem Hintergrund hat das Umweltministerium ein neues Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn ausgewiesen. Es ist nach den Wolfsgebieten Schermbeck und Senne das dritte ausgewiesene Wolfsgebiet in Nordrhein-Westfalen. Es umfasst mit rund 505 Quadratkilometern Teile der Städteregion Aachen und des Kreises Euskirchen.

Wolfsrudel in Schleswig-Holstein

Daher ist davon auszugehen, dass sich ein erstes Rudel in Schleswig-Holstein etabliert hat. Es handelt sich allerdings um eine unbestätigte Sichtmeldung, wie der Landeskoordinator für Wolfsbetreuung feststellt. Es werden nun Fotofallen installiert, um die Sichtungen bestätigen zu können.

In Schleswig-Holstein sind einige Wölfe aktiv. Dazu gehört auch der Rüde mit der Kennung GW924m, der seit Monaten zum Abschuss freigegeben ist, weil er sich auf den Riss von Weidetieren spezialisiert und große Schäden angerichtet hatte.