Bedrohter Waldrapp illegal getötet

Vor gut einem Jahr wurde das Waldrapp-Weibchen "Dieks" bei einem europäischen Wiederbesiedlungsprojekt aufgezogen, um damit die Basis einer neuen Brutkolonie zu bilden. Nun wollte sie ihren Artgenossen in das Überwinterungsgebiet der Toskana folgen und wurde dabei in Italien illegal erschossen. „Für die Population des vom Aussterben bedrohten Waldrapps ist das ein schmerzlicher Rückschlag“, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung.

Wolf reißt Kleinpferd

Der mutmaßliche Wolfsriss ereignete sich keine vier Kilometer südöstlich des Hünxer Ortskerns. Entdeckt wurde das gerissene Pferd von dessen Besitzer am Montagvormittag auf einer dem Wohnhaus des Halters gegenüberliegenden Weide. Die Wiese, die an einen kleinen Wald grenzt, ist durch einen in der Pferdehaltung üblichen Drahtzaun von gut einem Meter Höhe eingezäunt. Das Tier ist offenkundig durch einen Kehlbiss getötet und den Spuren nach auf der Weide um etwa 10 Meter verschleppt worden.

Gänse jagen mit der Kugel

Gänse fühlen sich in der Weite offener Flächen (besonders auf Stoppelfeldern oder großen Wiesen) wohl und nutzen den Abstand zur nächsten Deckung als Sicherheitsdistanz. Wer dort Beute machen will, muss weit und präzise schießen. Wildgänse bieten ein verhältnis-mäßig kleines Ziel, ihre tödliche Trefferfläche beträgt gerade mal 10 x 10 cm. Auf diesen „Bierdeckel“ seine Kugel genau zu platzieren, ist bei Distanzen von über 200 m nicht ganz einfach.

Erneut Wolfsrisse im Kreis Wesel

Die Schafe standen in einer kleineren Herde in nur 20 Metern Entfernung zum Wohnge-bäude des Tierhalters auf einer Weide, die durch einen Elektrozaun getrennt auch Esel beherbergt. Der Stabgitterzaun, der das Grundstück umschließt, ist zehn Zentimeter in den Boden eingelassen und weist über dem Boden eine Höhe von 1,90 Metern auf. Auf einer an den Zaun angrenzenden Ackerfläche fanden sich Trittsiegel augenscheinlich mindestens dreier Tiere, die auf Wölfe schließen lassen.

Wolf doch ins Jagdrecht?

Wo keine anderen Maßnahmen zielführend seien, seien Abschüsse die einzig richtige Antwort auf die zunehmende Bedrohung, begründete der Vorsitzende der CDU-Landtags-fraktion, Dirk Toepffer, den neuerlichen Vorstoß gegenüber Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Denn, so Toepffer, gegenüber dem Blatt: "Wenn sein Fortbestand nicht länger gefährdet ist, gehört der Wolf wie jedes andere Wildtier auch ins Jagdrecht aufgenommen."

Köln jagt mit Hygienekonzept

Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet, häufen sich im rechtsrheinischen Köln die Beschwerden von Anwohnern über durch Schwarzwild zerwühlte Gärten. Vor allem in den Stadtteilen Merheim, Neubrück und Brück sei es zu Fraßspuren und Sichtungen gekommen, so Joachim Cohnen, Förster im Königsforst gegenüber dem Sender.

Lienener Mufflons bleiben

Bei dem Rudel handelt es sich um etwa 25 Tiere, die in einem etwa 2000 Hektar großen Waldgebiet zwischen Lengerich und Lienen im Kreis Steinfurt leben. Weil es seit 2015 keine Muffel-Bewirtschaftungsgebiete in NRW mehr gibt, hatte die Untere Jagdbehörde die örtliche Jägerschaft zum Totalabschuss der Tiere verpflichten wollen.

Zu viel Wild im Wald?

PEFC (Programm zur Anerkennung von Forstzertifizierungs-Systemen) ist die weltweit größte, unabhängige Institution zur Sicherstellung und Vermarktung nachhaltiger Waldbewirtschaf­tung. Die Regionale Arbeitsgruppe NRW befasste sich Ende August im Nationalpark Eifel Ende Juli einen ganzen Tag lang mit Wald-Wild-Fragen.

Bessere ASP-Bekämpfung nötig

Seit Mitte September 2020 breitet sich die Afrikanischen Schweinepest (ASP) unvermindert in Deutschland aus. Über 2.000 Nachweise gibt es inzwischen bei Wildschweinen und drei bei Hausschweinen. Betroffen sind mittlerweile sieben Landkreise in Brandenburg und einer in Sachsen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert kurz vor der ASP-Sonderkonferenz der Agrarminister einen ineffektiven Flickenteppich von Zuständigkeiten und Vorschriften. Eine Eindämmung der ASP sei nur möglich, wenn Ausbruchsherde künftig schnell isoliert werden.