ASP 12 km vor Deutschland

In unmittelbarer Nähe der polnisch-sächsischen Grenze soll ein mit der ASP infiziertes Wildschwein auf polnischem Gebiet entdeckt worden sein. Damit ist die Seuche nur noch 12 Kilometer von Deutschland entfernt.

Der DJV bittet insbesondere Jäger, Förster und Landwirte, verstärkt auf verdächtige Wildschweinkadaver zu achten und diese umgehend zu melden. Den grenznahen Regionen von Sachsen und Brandenburg gilt besonderes Augenmerk.

Staupe in Duisburg

In den vergangenen Wochen sind vermehrt an Staupe erkrankte Füchse erlegt worden. Angeblich sollen sich erkrankte Füchse auch in Wohngebieten Menschen auf wenige Meter genähert haben - ein typischen Verhalten von staupekranken Füchsen, die die Scheu vor Menschen verlieren. Bestätigt sind diese Fälle aber bislang nicht.

Dennoch rät das Veterinäramt der Stadt, alle Hunde zu impfen. Außerdem sollen Hundehalter den Kontakt von Hunden mit Füchsen vermeiden. Schließlich kann die Krankheit für Füchse und Hunde zum Tode führen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

ASP: NRW legt Notfall-Plan vor

Mit den Maßnahmen soll die ASP möglichst schnell eingedämmt und eine Ausbreitung im Land verhindert werden.

Die Verordnung dient der effektiven und zügigen Tilgung einer festgestellten Afrikanischen Schweinepest (ASP) zum Schutz der Wildtiere und Abwehr erheblicher Schäden in der Nutztier­haltung durch den räumlich und zeitlich begrenzten Einsatz besonderer jagdlicher Maßnahmen.

Die Maßnahmen greifen im ASP-Fall in einem klar begrenzten Gebiet wie einer Pufferzone rund um das ASP-Kerngebiet.

Besondere jagdliche Maßnahmen bei Auftreten der ASP

11 Hochsitze zerstört

In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2019 wurden zwischen Götzenkirchen und Grefrath (Rhein-Erft-Kreis/NRW) insgesamt elf Hochsitze durch unbekannte Täter zerstört. Das Revier liegt etwa 20 Kilometer westlich von Köln.

In zwei Fällen legten die Täter einen Brand, in den übrigen Fällen zersägten sie die Standfüße und kippten die Hochsitze anschließend um. Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizei hervor.

Dem Revierpächter ist nach eigener Aussage ein Sachschaden von rund 12.000 Euro entstanden.

Akute ASP-Gefahr

Bislang lagen die Fundorte der an der ASP verendeten Wildschweine rund 40 Kilometer von der polnisch-brandenburgischen Grenze entfernt. Nun sind acht verendete Sauen bei Zary (deutsch: Sorau) entdeckt worden. Die Stadt liegt östlich von Cottbus in Brandenburg und nordöstlich von Bad Muskau in Sachsen.

ASP: Saujagd mit der Falle

Die Afrikanische Schweinepest ist nur noch 40 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Vor allem in Brandenburg sorgen sich die Behörden um eine Einschleppung der Seuche.

Um einer Ausbreitung vorzubeugen, sollen die Schwarzwildbestände massiv reduziert werden. Jäger sollen jede Möglichkeit und alle jagdlichen Methoden wahrnehmen, um Sauen zu strecken.

Dazu zählt auch ausdrücklich die Fallenjagd. Außerdem sollen Jäger in einem 15 Kilometer breiten Streifen entlang der Neiße verstärkt nach verendeten Sauen suchen. Jedes aufgefundene Stück Schwarzwild ist zu beproben.