Überfahrenes Tier bei Bottrop war ein Wolf Martje Meyer Mi., 25.05.2022 - 11:31

Am Unfalltag hatten die Behörden von einem wolfsähnlichen Tier gesprochen. Zu dem Zeitpunkt war unklar, ob es sich bei dem Stück nicht auch um einen Hund handelt. 

Nach dem Unfall wurde der Kadaver erst zur Biologischen Station in Recklinghausen verbracht und soll von dort dann ins Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung übermittelt werden. Die vor Ort genommenen Gen-Proben sind aber erstmal eindeutig. Das überfahrene Tier war ein Wolf.

Einige Meldungen des Unfall-Vortags, an dem mehrere Zeugen einen Wolf im Bottroper Stadtgarten meldeten, passen zum Ergebnis.

Wolf- Neues Positionspapier und Aufnahme ins Jagdrecht

Positionspapier Wolf

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert in dem jetzt vorgelegten Positionspapier die Politik auf, bundesweit gültige Managementmaßnahmen für den Wolf auf den Weg zu bringen und den Koalitionsvertrag der Bundesregierung mit Leben zu füllen. Demnach soll für die Bundesländer künftig „europarechtskonform ein regional differenziertes Bestandsmanagement" möglich sein.

Hessens Rotwild in Gefahr: Inzucht durch Einengung der Lebensräume

Das wachsende Straßennetz und die Zersiedlung der Landschaft bringen Wildtiere in Hessen zunehmend in Bedrängnis. Aktuell schlagen Wildbiologen der Gießener Justus-Liebig-Universität wegen Inzuchtproblemen beim Rotwild Alarm: Weil Straßen ihren Lebensraum einengen oder durchschneiden, werden die Populationen zunehmend voneinander separiert und kleiner. Die Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse und Krankheiten lässt nach, auch Missbildungen sind die Folge.

Was soll das Geheule?

In den letzten Jahren ist der Wolf in Nordrhein-Westfalen wieder sehr heimisch geworden und mehrere Individuen sowie Rudel haben sich angesiedelt. Auf Grund der kürzlich beschlossenen Wolfsverordnung, dem Rücktritt der Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und eines aktuellen Lageberichtes wurde die Podiumsdiskussion ins Leben gerufen.  Teilhaber dieser Diskussion waren neben der Kreisbauernschaft, dem Schafzucht- und Deichverband NRW, dem Kreispferdezuchtverein Wesel und der Kreisjägerschaft Wesel auch die umweltpolitischen Sprecher für NRW.

Solar-Parks als Biotope nutzen

Solarparks und Photovoltaikanlagen gelten als umwelt- und klimafreundlich. Unter diesen Anlagen sieht es jedoch ganz anders aus. Deshalb hat der Landesjagdverband Schleswig-Holstein nun einen Vorschlag gemacht. Die ungenutzten Grünflächen unter den Photovoltaikmodulen sollen durch Biotopverbesserungsmaßahmen aufgewertet werden. Dadurch erhofft man sich neue Habitate für Hase, Fasan sowie Insekten und eine Förderung der Flora und Fauna.

Steigende Wildunfälle am Wochenende

Die Polizei berichtet, dass es im gesamten Umfeld der Düsseldorfer Autobahn zu erhöhten Wildunfallmeldungen kam. Stark betroffen war die A1 und die A46 bei Wuppertal. Hier wollten besonders viele Wildtiere die Straße überqueren und kollidierten mit den Kraftfahrzeugen.

Während es bei kleinen Blechschäden verblieb und die Autofahrer mit einem Schrecken davon kamen, musste das Wild erlöst werden oder verendete noch vor Ort.
Vor allem Rehe, Schwarzwild und Dachse wurden angefahren. Es wurde jedoch auch ein Waschbär gemeldet.