Umweltausschuss diskutiert Wolf

Da in Deutschland mittlerweile etwa 60 Wolfsrudel mit ungefähr 800 Individuen leben, nahm sich am gestrigen Mittwoch (18. April) die Politik des Themas an. Im Umweltausschuss wurde diskutiert, welche Auswirkungen die Rückkehr des Wolfes auf Wildbestand, Weidetiere und den Menschen hat.

Dabei waren die eingeladenen Verbände naturgemäß unterschiedlicher Ansicht. Aber auch die Parteien hatte verschiedene Lösungsansätze.

FDP will Wolf im Jagdrecht

Bayerischer Aktionsplan Wolf

Dem Schutz der ökologisch wichtigen Almwirtschaft kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

In der Kabinettssitzung am gestrigen Dienstag (17. April) hat die bayerische Staatsregierung einen Aktionsplan Wolf beschlossen. Darin betont, dass der Schutz der Menschen und die flächendeckende Ausübung der Weidetierhaltung in Bayern Priorität haben.

DLF-Interview zum Wolf

Heute findet im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages eine Anhörung zum Thema Wolf statt.

Anlässlich dieser wichtigen Besprechung, in der es unter anderem um Herdenschutzmaßnahmen der Weidetierhalter gehen wird, hat der Deutschlandfunk ein ausführliches Interview mit Andreas Schenk vom Bundesverband der Berufsschäfer geführt.

Schenk spricht sich dafür aus, den Wolf solange in Ruhe zu lassen, bis er Nutztiere reißt. Dann müsse er getötet werden. Eine Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht lehnt er ab.

Jäger-Demos in Spanien

Am kommenden Sonntag wollen Tausende spanische Jäger im ganzen Land auf die Straßen und Plätze gehen, um für die Jagd zu demonstrieren.

Der Spanische Jagdverband RFEC (Real Federación Española de Caza / Königlicher Jagdverband Spaniens), hat zu den Demonstrationen aufgerufen, die zeitgleich in 40 Provinzen des ganzen Landes stattfinden sollen. Auf den Balearen werden drei Versammlungen auf Mallorca, Menorca und Ibiza stattfinden.

Wolf reißt Kalb im Stall

In Lindenau in der Oberlausitz (Brandenburg) hat ein Wolf ein zwei Tage altes Kalb in einem Mutterkuhstall gerissen. Das berichtet die regionale Tageszeitung Lausitzer Rundschau.

Wolfsattacken auf Schafe und Rinder auf der Weide sind in Brandenburg nahezu an der Tagesordnung. Das ein Wolf aber in ein Stallgebäude am Ortsrand eindringt, beschreibt eine neue Qualität der Übergriffe.

Keine ASP in Westpolen

Am vergangenen Wochenende hatten Berichte über einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Westpolen für Nervosität gesorgt.

Die Presseagentur Agra-Europe hatte am vergangenen Freitag über drei verendet gefundene Wildschweine berichtet. Man befürchtete, dass die Seuche bei Czarnków nördlich von Posen in der Woiwodschaft Wielkopolska ausgebrochen sein könnte.

DJV: Wolf soll ins Jagrecht

Auf diesem Wege sollen bundeseinheitliche Regelungen zum künftigen Umgang mit dem Wolf ausgestaltet werden. Eine generelle Bejagung sei damit nicht möglich, da der große Fleischfresser über die FFH-Richtlinie weiterhin streng geschützt ist. Allerdings würde so eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten.

Rinder auf Autobahn

Gegen 2.15 Uhr wurden freilaufende Rinder auf der Bundestraße 62 bei Alsfeld (Vogelsbergkreis/Hessen) gemeldet.

Dabei handelte es sich um ein Muttertier und sechs Kälber. Nach gut zwei Stunden waren die Kälber wieder eingefangen.

Die Kuh lief allerdings auf die Autobahn 5. Dort wurde sie von zwei Funkstreifen und etwa zehn Landwirten verfolgt. Glücklicherweise konnte das Tier eingefangen und mit einem Transporter zurück in den heimatlichen Stall gebracht werden.