ASP: Für den Ernstfall gerüstet Felix Höltmann Do., 17.09.2020 - 09:38

Mit der dynamischen Ausbreitung der ASP in Brandenburg steigt auch die Gefahr eines Seuchenausbruchs im Westen des Landes. Doch wenn heute irgendwo in Nordrhein-Westfalen ein mit der ASP infiziertes Stück Schwarzwild gefunden würde, griffen in Abstimmung mit den Kreis­veterinär-Ämtern umfangreiche Einsatzpläne zur Seuchenbekämpfung. Dann schlüge die Stunde der Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft (WSVG).

NRW: Irritationen bei Schonzeitaufhebung

In Nordrhein-Westfalen konnten die Unteren Jagdbehörden die Schonzeit für Böcke und Schmalrehe vom 1. bis 30. April* aufheben, damit Rehwild an Forstkulturen bejagt werden kann.

In Nordrhein-Westfalen ist eine massive Wiederbewaldung notwendig geworden. Sturmtief Friederike im Frühjahr 2018 und zwei extrem trockene Sommer mit einhergehender Borkenkäferplage haben mehr als 50.000 Hektar Wald zerstört. Betroffen sind vor allem Fichtenbestände, aber auch Buchenwälder.

NRW erlaubt Rehjagd im April Felix Höltmann Do., 06.02.2020 - 15:32

Der Wald in NRW hat in den vergangenen zwei Jahren unter Stürmen, Trockenheit und Schädlingsbefall gelitten. Schätzungsweise 40.000 Hektar Wald müssen aufgeforstet werden.

Damit diese Wiederbewaldung gelingen kann, sollen die Schalenwildbestände angepasst werden. Dazu hat die Landesregierung die Jagdzeit für Böcke und Schmalrehe ab dem 1. April in Niederungsgebieten unter 450 m und ab dem 15. April in Mittelgebirgslagen über 450 m erlaubt.

ASP: NRW legt Notfall-Plan vor

Mit den Maßnahmen soll die ASP möglichst schnell eingedämmt und eine Ausbreitung im Land verhindert werden.

Die Verordnung dient der effektiven und zügigen Tilgung einer festgestellten Afrikanischen Schweinepest (ASP) zum Schutz der Wildtiere und Abwehr erheblicher Schäden in der Nutztier­haltung durch den räumlich und zeitlich begrenzten Einsatz besonderer jagdlicher Maßnahmen.

Die Maßnahmen greifen im ASP-Fall in einem klar begrenzten Gebiet wie einer Pufferzone rund um das ASP-Kerngebiet.

Besondere jagdliche Maßnahmen bei Auftreten der ASP

Keine ASP in NRW Felix Höltmann Di., 05.11.2019 - 10:26

Am Wochenende waberten Meldungen über fünf verendet aufgefundene Frischlinge in Nordrhein-Westfalen durch die sozialen Netzwerke. Der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland wurde befürchtet, zumal der Fundort bei Anröchte nur wenige Kilometer von der Autobahn 44 und einem Rastplatz entfernt liegt.

Jäger löst Polizei-Einsatz aus

Am vergangenen Sonntagabend rief eine besorgte Bürgerin im westfälischen Ascheberg (NRW) die Polizei. Sie hatte einen bewaffneten Mann in Uniform in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft ausgemacht.

Die Polizei rückte sofort mit mehreren Streifenwagen an und setzte auch einen Hubschrauber ein, der die Umgebung absuchte. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Die Beamten konnten allerdings keine bewaffnete Person ausfindig machen.

Nach einer Stunde wurde der Einsatz abgebrochen.

ASP-Verdacht in NRW

Mitte August machte Hegeringleiter und Revierpächter Karl Weckendorf eine unappetitliche Entdeckung. In einem Graben seines Reviers  lagen zwei verendete, bereits verwesende Frischlinge!

Unverzüglich informierte der Jäger die Kreisveterinärbehörde in Coesfeld. Es wurde ein Treffen am Fundort vereinbart, die Amtstierärztin nahm dabei die beiden Kadaver unverzüglich zur weiteren Untersuchung in großen Plastiksäcken mit.