Lesezeit
weniger als
1 minute
Bisher gelesen

NRW fördert Drohnen für Kitzrettung

Di., 05.01.2021 - 14:55
Erstellt in
Kommentare

Vor Weihnachten hat der Haushalts- und Finanzausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags einem Antrag von CDU und FDP zugestimmt, mit dem Rehkitze besser geschützt werden sollen. Für die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras stehen jetzt 200.000 Euro bereit.

Die umwelt- und landwirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Bianca Winkelmann, erklärt dazu: Rehkitze liegen besonders gern auf Wiesen im langen Gras und sind dort für Landwirte bei Mäharbeiten kaum zu sehen. Deshalb kommt es regelmäßig zu Unfällen, bei denen die kleinen Rehe häufig schwerverletzt werden und auch sterben können.

Um diese Gefahr einzudämmen, arbeiten Landwirte und Jäger  bereits lange zusammen, haben einige Maßnahmen entwickelt und in die Praxis integriert. Drohnen, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet sind, haben sich in der Praxis bewährt.

Mit diesen können die Flächen überflogen und abgesucht werden, bevor sie gemäht werden. Im Anschluss holen freiwillige Helfer der Hegeringe und der Landwirtschaft die so aufgespürten Tiere aus den Wiesen. Dieses zeitaufwendige Engagement will die Landesregierung in Zukunft noch effektiver unterstützen.

Da diese Systeme in der Anschaffung sehr kostenaufwendig sind, werden Jäger jetzt unterstützt. 200.000 Euro stehen dafür jetzt im Haushalt 2021 bereit. Die Kreisjägerschaften können die Förderung dafür beantragen, Drohnen anschaffen und das Leben von Rehkitzen effektiv schützen.