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NRW: CDU und FDP wollen Nachtzieltechnik

Mi., 18.11.2020 - 13:35
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Jäger in Nordrhein-Westfalen sollen die Nachtzieltechnik nach dem Willen von CDU und FDP für die Bejagung von Wildschweinen benutzen dürfen. Das geht aus einem Antrag der beiden Landtagsfraktion zum Einsatz der Nachtzieltechnik hervor.

Jäger in Nordrhein-Westfalen sollen nach dem Willen der CDU- und FDP-Landtagsfraktion schon bald Nachtzieltechnik und künstliche Lichtquellen nutzen dürfen, um Schwarzwild zu bejagen.

Bejagung kaum möglich

Die Sauen seien mittlerweile "reines Nachtwild" und könnten mit herkömmlichen Methoden kaum noch bejagt werden. Trotz gewaltiger Anstrengungen kämen die Bemühungen der Jäger zur Reduktion der Bestände an ihre Grenzen.

In den meisten Nächten ist das Licht zu schlecht und in Mondphasen kommt das lernfähige Schwarzwild nicht mehr auf Freiflächen oder Schneisen. Kirrungen werden aufgrund der Eichel- und Buchenmast kaum angenommen, stellen die Abgeordneten in ihrem Antrag fest.

Zudem fallen viele Drückjagden aufgrund der Corona-Pandemie aus.

Rechtssicherheit

Daher fordern die Landtagsabgeorneten eine schnelle und rechtssichere Zulassung von Nachtzielgeräten und künstlichen Lichtquellen für Jäger zur Bejagung des Schwarzwildes. Außerdem sollen die Landkreise und kreisfreien Städte die Gebühren für die Trichinenproben übernehmen.

Forst soll mehr Sauen erlegen

Außerdem wird der Landesbetrieb Wald & Holz aufgefordert, das Schwarzwild im Staatsforst stärker zu bejagen.

Ministerin dagegen

Der Antrag der Abgeordneten ist auch interessant, weil sich die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) bislang gegen den Einsatz von Nachtzieltechnik und künstlichen Lichtquellen ausgesprochen hat.