Keine Sauen in Dänemark

In Dänemark soll es nur noch rund 10 Wildschweine in freier Wildbahn geben. Der Bestand lag 2018 noch bei etwa 150 Sauen, wurde aber durch intensive Bejagung und den Wildschutz-Zaun entlang der deutschen Grenze stark reduziert.

Der massive Wildzaun wurde gebaut, um die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Dadurch wechselte auch kein Schwarzwild aus Schleswig-Holstein mehr über die Grenze ein.

ASP: LJV von Krisenmanagement entsetzt

Dirk-Henner Wellerhoff, LJV-Präsident von Brandenburg, hat das Krisenmanagement der Behörden in einem Video-Statement massiv kritisiert. Nach einer Krisensitzung mit Vertretern der EU-Kommission lies er sich die Elektrozäune zeigen, die das Auswandern der Sauen verhindern sollen.

Wellershoff sagte, dass er auf 20 Kilometern keinen stromführenden Zaun gefunden habe. Auf dem Video ist zu sehen, dass die Elektro-Litzen so angebracht sind, dass Sauen ohne Probleme darunter her ziehen können.

ASP: Für den Ernstfall gerüstet

Mit der dynamischen Ausbreitung der ASP in Brandenburg steigt auch die Gefahr eines Seuchenausbruchs im Westen des Landes. Doch wenn heute irgendwo in Nordrhein-Westfalen ein mit der ASP infiziertes Stück Schwarzwild gefunden würde, griffen in Abstimmung mit den Kreis­veterinär-Ämtern umfangreiche Einsatzpläne zur Seuchenbekämpfung. Dann schlüge die Stunde der Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft (WSVG).

Schon 32 ASP-Fälle in Brandenburg

Mittlerweile gibt es 32 bestätigte ASP-Fälle im Osten Brandenburgs. Das teilte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner über twitter mit.

Im Landkreis Spree-Neiße im östlichen Brandenburg wurde das Virus am 10. September bei einem verendet aufgefundenen Wildschwein festgestellt. Der Fundort befindet sich beim Ort Sembten (Gemeinde Schenkendöbern), der zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus liegt.

Rheinland-Pfalz erlaubt Nachtzieltechnik

Zur Erlegung von Schwarzwild wird über das Landesjagdgesetz die Verwendung von Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen erlaubt. Die Regelung gilt für alle Jagdbezirke in Rheinland-Pfalz.

Die Geräte dürfen in Verbindung mit Schusswaffen allerdings keine integrierten Vorrichtungen zum Beleuchten oder Anstrahlen des Ziels - also Infrarot-Aufheller oder Lampen - aufweisen.

Fortschritt bei ASP-Impstoff

Wissenschaftler des Pirbright-Instituts (Großbritannien) veröffentlichten in der Fachzeitschrift Vaccines eine Studie, der zufolge 100 Prozent der mit dem neuen Impfstoff immunisierten Schweine eine sonst tödliche Dosis des ASP-Virus überlebten.

Das Pirbright-Team hat einer Mitteilung des Instituts zufolge einen Impfstoff entwickelt, der ein nicht schädliches Virus als Vektor verwendet, um acht ausgewählte Gene aus dem ASP-Erreger in Schweinezellen zu transportieren.

ASP: Noch 10 km vor Brandenburg

Im Süden der polnischen Region Zarski würde das verendete Stück Schwarzwild aufgefunden und positiv getestet. Die Behörden in Brandenburg haben nach eigenen Aussagen trotz Corona-Krise auch die Ausbreitung der ASP im Blick.

In den an Polen angrenzenden Landkreisen Brandenburgs wurde eine verstärkte Bejagung von Schwarzwild und die Suche nach Fallwild vorangetrieben.

ASP 12 km vor Deutschland

In unmittelbarer Nähe der polnisch-sächsischen Grenze soll ein mit der ASP infiziertes Wildschwein auf polnischem Gebiet entdeckt worden sein. Damit ist die Seuche nur noch 12 Kilometer von Deutschland entfernt.

Der DJV bittet insbesondere Jäger, Förster und Landwirte, verstärkt auf verdächtige Wildschweinkadaver zu achten und diese umgehend zu melden. Den grenznahen Regionen von Sachsen und Brandenburg gilt besonderes Augenmerk.