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ASP in Sachsen ausgebrochen

Mo., 02.11.2020 - 10:19
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Die Afrikanische Schweinepest ist nun auch in Sachsen ausgebrochen. Das Sozialministerium bestätigte den Fall in der Gemeinde Krauschwitz (Landkreis Görlitz).

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat bestätigt, dass eine am 27.10. bei Krauschwitz im Landkreis Görlitz erlegte Überläuferbache mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert war. Das Tier wurde in der Landesuntersuchungsanstalt am 29.10. untersucht und der Verdacht am 30.10. ausgesprochen. Ein zeitgleich erlegter Frischling war negativ getestet worden.

Das Gemeindegebiet von Krauschwitz grenzt direkt an Polen. Auf polnischer Seite grassiert die ASP schon seit einigen Monaten. Ein Übergreifen nach Sachsen war schon seit langer Zeit befürchtet worden.

Frühwarnsystem funktioniert

Der Freistaat Sachsen ist der Auffassung, dass sich die standardmäßige Untersuchung aller im grenznahen Bereich zu Polen erlegten oder aufgefundenen Wildschweine als Frühwarnsystem bewährt hat.

Die nun notwendigen Restriktionszonen werden in Abstimmung mit den lokalen Behörden und der beratenden Sachverständigengruppe festgelegt. Die vordringlichste Maßnahme sei jetzt, die Verbreitung und das weitere Einsickern der Erkrankung in die Wildschweinbestände nachhaltig einzuschränken oder zu unterbinden.

Krisenstab und Bundeswehr

Der Krisenstab des Sozialministeriums und das Landestierseuchenbekämpfungszentrum werden eingerichtet. In Absprache mit dem Landkreis und der Bundeswehr wird die Einrichtung der Restriktionszonen vorbereitet.