Nachtsicht-Technik im Jagdbetrieb Felix Höltmann Do., 02.04.2020 - 15:56

Im gerade geänderten Waffengesetz sind u. a. gravierende Neuerungen rund um das Thema Nachtsicht-Technik enthalten. Danach sind der Erwerb, Besitz und Umgang mit sog. Auf- und Vorsatzgeräten waffenrechtlich nicht länger verboten.

Das bedeutet, dass man mit diesen Geräten auch auf Schießständen üben darf – wenn diese nach den Corona-Einschränkungen demnächst wieder geöffnet werden.

Kahles Helia RD

Sein Sichtfenster (26 x 22 mm) ist sehr groß. Der Rotpunkt ist mit einem Durchmesser von 2 MOA sehr fein, ein Klick verstellt die Treffpunktlage in Höhe und Seite um 1,5 cm auf 50 m.

Die Helligkeitseinstellung des Zielpunktes erfolgt manuell über eine Wippe links am Gehäuse. Es stehen aber nur 4 Helligkeitsstufen zur Verfügung. Eingeschaltet wird über Druck auf eine der beiden mit Plus und Minus gekennzeichneten Tasten der Wippe, ausgeschaltet mit Druck auf beide Tasten.

Kompakt-Visier Noblex Sight

Der rote Zielpunkt wird in ein Sichtfenster von 21x15 mm eingespiegelt, das Visier ist höhen- und seitenverstellbar. Das Gehäuse ist massiv aus einem Stück Aluminium gearbeitet. Es sind zwei Punktgrößen wählbar.

Der kleinere deckt auf 100 m 10 cm ab, der große 20. Die Montage erfolgt über eine spezielle Platte, die auf Unterteile verschiedener Zielfernrohre ausgelegt ist. Heute steht für fast jede Waffe ein Montageadapter zur Verfügung.

Rotpunkt-Visier Meopta Meosight III

Das Meosight passt auf die Montageplatten des Docter Sight. Es ist aus mattschwarz anodisiertem Aluminium und macht einen edlen Eindruck. Die freie Öffnung der Kolimatorlinse beträgt 17x23 mm.

Bei der Scheibe verwendet Meopta eine Nanobeschichtung. Wasser perlt einfach ab, was eine Benutzung bei Regenwetter deutlich angenehmer macht. Die Batterie ist in einem seitlich zu öffnenden Fach untergebracht. Wie eine Schublade lässt es sich samt Batterie herausziehen, der Wechsel dauert keine 10 Sekunden.

Rotpunkt-Visier MAKdot

Das Gehäuse ist aus einem Stück Aluminium – sehr robust. Die Anpassung des Leuchtpunkts erfolgt manuell über zwei Drucktasten links am Gehäuse in 12 Stufen. Zum Einschalten kann eine der Tasten gedrückt werden, zum Ausschalten beide gleichzeitig.

Um auch auf dem Behördenmarkt zu  punkten, sind die ersten Stufen tauglich für Nachtsichtgeräte ab Generation 2. MAK verwendet einen feinen Leuchtpunkt mit 3 MOA Durchmesser.

Leica Tempus ASPH

Auch Leica übernahm von Docter die Abmessungen der Grundplatte und Bohrungsabstände der Befestigungsschrauben, sodass gängige Montagen passen. Das Sichtfenster ist je 21 mm breit und hoch, das Gehäuse aus einem Stück Aluminium ist sehr robust.

Die Anpassung des Leuchtpunkts lässt sich über eine große Wippe links (+/–) manuell verstellen. Es stehen 12 Helligkeitsstufen zur Verfügung. Zum Einschalten kann beliebig Plus oder Minus gedrückt werden, zum Ausschalten eine Taste gedrückt gehalten.

Test: Fuji ST 12x28 Felix Höltmann Fr., 18.10.2019 - 13:41

Optik, die man frei in den Händen hält, wackelt zwangsläufig immer etwas. Darunter leidet die Detail­erkennbarkeit, und ein zweiter Nachteil ist noch gravierender – die Augen ermüden bei längerem Einsatz sehr stark.

Unser Gehirn ist zwar in der Lage, viele Einzelbilder, die durch Wackeln entstehen, wieder zusammenzusetzen, aber das ist anstrengend. Ähnlich wie bei einem Computer-Bildschirm mit zu niedriger Auflösung – wer eine Zeitlang darauf starrt, fühlt sich unweigerlich unwohl.

Steiner Ranger Extreme

Seine Prismen sind phasenkorrigiert, Steiner setzt auf schwermetallfreies Glas, um die Farbechtigkeit zu ver­bessern. Das Ranger hat auch nicht den sonst Steiner-üblichen Sport-Autofokus, sondern einen herkömmlichen Mitteltrieb zur Scharfstellung.

Das Gehäuse aus glasfaserverstärktem Kunststoff ist gummiarmiert. Zum Leichtgewicht wird das Ranger dadurch aber nicht, es wiegt 1.140 g. Sehr angenehm sind die Daumenbetten unten am Gehäuse.

Burris Montana

Bei Ferngläsern bietet Burris drei Serien – Caribbean, Colorado und die hauseigene Top-Reihe Montana. Burris gehört zu den günstigen Anbietern im Fernglasbereich. Das Montana kostet lediglich 369 € und war damit das günstigste Modell im JP-Testfeld.

Das glasfaserverstärkte Kunststoffgehäuse wird von einer zweifarbigen, grünen Gummiarmierung geschützt, die sich sehr weich anfühlt. An der Unterseite sind große Daumenmulden eingearbeitet.

Vixen New Foresta HR

Es macht dazu den modernsten Eindruck, denn es hat eine offene Hülsenbrücke, wie sie bei Modellen mit kleinerem Objektivdurchmesser derzeit in Mode sind. Die beiden Hälften werden nur über zwei schmale Stege verbunden.

Swarovski setzte bei dieser Bauart Maßstäbe, aber nicht bei lichtstarken Optiken. Das hat seinen Grund – bei 56-mm-Objektiven wirds ziemlich eng zwischen den Fernglas­hälften, denn es muss ja auch ein gewisser Minimalabstand bei den Okularen eingehalten werden, sonst ist die Pupillendistanz bei Benutzern mit geringem Augenabstand zu groß.