GW925m: Erlischt Abschussgenehmigung?

Er hält sich aktuell offenbar in der Nähe von Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern auf. Da wurde durch ein Rissgutachten nach Nutztier-Rissen bestätigt.

Der schleswig-holsteinische Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) will die Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes ("Abschussgenehmigung") zum nächtsmöglichen Zeitpunkt außer Kraft setzen. Formal gilt diese aber noch.

Wolf: Rissgutachten gefälscht?

In zwei Fällen sollen Rissgutachten, die Uwe Müller für das Landesamt erstellt hat, im Nachhinein geändert worden zwei. In beiden Fällen hatte ein Wolf 1,20m hohe Elektrozäune überwunden und Schafe gerissen.

Es handelte sich dabei um die Ohrdrufer Wölfin, die sich auf einem Truppenübungsplatz mit einem Hund gepaart und Mischlingswelpen zur Welt gebracht hatte. Der Gutachter kreuzte daher im Formular "optimaler Wolfsschutz" an.

EuGH sieht Wolfsjagd in Finnland kritisch

Finnland hatte eine Ausnahme vom strengen Schutz des Wolfes zugelassen, um illegale Tötungen zu verhindern und der Bevölkerung Handlungsspielraum zu ermöglichen. Der EuGH sieht dieses Vorgehen kritisch.

Alle Maßnahmen, die zum Schutz von Tieren oder zur Abwehr von Schäden bisher erlaubt sind, werden durch das Urteil nicht eingeschränkt. Dazu zählt auch der Schutz von Weidetieren und Jagdhunden.

Erfolglose Jagd kostet 150.000 €

Seit nunmehr acht Monaten versuchen von der Landesregierung beauftragte Dienstleister den Leitrüden des Rodewalder Wolfsrudels (Kennung GW717m) in Niedersachsen zu töten.

Das hat das Land bislang rund 150.000 Euro gekostet. Wer die beauftragten Dienstleister sind, ist allerdings unklar. Angesichts massiver Anfeindungen aus derTierrechtsszene in der Vergangenheit, ist es nachvollziehbar und richtig, die Identität der beauftragten Personen zu schützen.

500-Kilo-Ochse gerissen

Beim morgendlichen Rundgang über seine Weide entdeckte Landwirt Otto Thieße den toten Ochsen. Aus dem Kadaver seien rund 30 bis 50 kg Fleisch gerissen worden. Das weißt ebenso auf einen Angriff eines Wolfsrudels hin wie die Tatsachse, dass ein einzelner Wolf kaum in der Lage wäre, einen Ochsen zu töten.

Die Weide sei nicht durch einen wolfssicheren Zaun geschützt gewesen, erklärte der Landwirt.

Niedersachsen: Jäger sollen Wolf töten

Der Leitrüde des Rodewalder Rudels hat mehrfach Nutztiere gerissen und dazu als wolfssicher geltende Zäune überwunden. Er soll getötet werden, um weitere Schäden an Nutztieren zu verhindern und damit er seine Fähigkeiten nicht an die nächste Generation weitergibt. Dazu gab es eine Sondergenehmigung des Ministeriums.

Die damit beauftragte Expertengruppe hatte bislang allerdings keinen Erfolg. Einerseits ist das Streifgebiet des Wolfes sehr groß, andererseits kommt es immer wieder zu Störungen, vermutlich durch selbsternannte Tierschützer.

Wolfsjagd wird ausgeweitet

Bereits Anfang des Jahres wurde der Wolfsrüde mit der Kennung GW924m zum Abschuss freigegeben. Er hatte immer wieder Nutztiere gerissen - auch auf besonders gegen Wölfe gesicherten Weiden.

Daher wurde eine Expertengruppe beauftragt, den Wolf in den Landkreisen Steinburg und Pinneberg zu erlegen. Allerdings hatte das Unternehmen bislang keinen Erfolg.

Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) erklärte: „Wir arbeiten intensiv daran, den Abschuss des Problemwolfs zu erreichen.“ Er will die Zahl der Wolfsjäger per Allgemeinverfügung massiv erhöhen.