Wölfin erschossen

Ende Juli war eine Wölfin geschossen worden. Mittlerweile liegen erste Obduktionsergebnisse des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin vor. Demnach ist die Wölfin durch einen Schuss getötet worden. Sie war nicht abgekommen.

Draht durch Lauf gezogen
Eine weitere Entdecklung machten die Wissenschaftler: Kurz vor dem Verenden war der Wölfin ein Draht durch den Vorlauf gezogen und anschließend dreifach um den Hals gelegt worden. Weitere Untersuchungen stehen laut Umweltministerium Niedersachsen noch aus.

Brandstiftung wegen Wölfen?

Der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg vernichtete riesige Waldflächen, bedrohte Dörfer und hielt die Einsatzkräfte tagelang in Atem.

Bald kam der Verdacht auf, dass Brandstiftung die Ursache für das Feuer gewesen sein könnte. Der Verein Wolfsschutz Deutschland stellt nun die Behauptung auf, dass der Brand gelegt worden sei, um das ansässige Wolfsrudel zu vertreiben - ohne jedes Indiz!

Wolfsrudel in Schleswig-Holstein

Daher ist davon auszugehen, dass sich ein erstes Rudel in Schleswig-Holstein etabliert hat. Es handelt sich allerdings um eine unbestätigte Sichtmeldung, wie der Landeskoordinator für Wolfsbetreuung feststellt. Es werden nun Fotofallen installiert, um die Sichtungen bestätigen zu können.

In Schleswig-Holstein sind einige Wölfe aktiv. Dazu gehört auch der Rüde mit der Kennung GW924m, der seit Monaten zum Abschuss freigegeben ist, weil er sich auf den Riss von Weidetieren spezialisiert und große Schäden angerichtet hatte.

Bauern warten auf Schutzzäune

Für viele Weidetiere bedeutet dieser Sommer weiter „russisches Roulette“. Mit diesen Worten kritisiert Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers die lange Bearbeitungsdauer von bis zu fünf Monaten für Anträge auf wolfsabweisende Zäune durch die Tierhalter.

Seitdem das Land die Förderung für wolfsabweisende Schutzzäune auf 100 Prozent erhöht hat, haben 378 Weidetierhalter Anträge gestellt, um ihre Tiere noch besser zu schützen. Leider wurden erst 63 Anträge positiv beschieden, drei erhielten eine Ablehnung und der Rest ist noch in Bearbeitung, wie Zahlen des Umweltministeriums belegen.

Schweden: Wolfsjagd ausgesetzt

Die umstrittene Regulierung der Wolfspopulation wird in dem skandinavischen Land vorerst ausgesetzt. Das hat die Umweltschutzbehördemitgeteilt. Es werden im Winter also nicht wie üblich Wölfe bejagt.

Begründet wird das mit dem günstigen Erhaltungszustand, den die Wolfspopulation erreicht haben soll. In Schweden gibt es ungefähr 300 Wölfe. Allerdings wird es Ausnahmeregelungen für einzelne, auffällige Wölfe geben, die weiterhin getötet werden sollen.

Bund will Abschüsse vereinfachen

Das Bundesumweltministerium hat gestern einem Referentenentwurf zu Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vorgelegt und mit einer rekordverdächtig kurzen Frist von wenigen Stunden eine Verbändeanhörung durchgeführt.

Zuvor hatte die Bundeskanzlerin das Thema zur Chefsache erklärt, da sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) nicht auf eine Linie einigen konnten.

Wolfsfreunde stören Jagd

Weil er zahlreiche Nutztiere gerissen hatte, war der Leitwolf des Rodewalder Rudels zum Abschuss freigegeben worden. Tierschützer versuchen nun schon seit Wochen, seinen Abschuss zu verhindern.

Mittlerweile streifen die Tierschützer jede Nacht - vor allem am Wochenende - durch die Wäler im Landkreis Nienburg (Niedersachsen). Das führt dazu, dass das Wild auch in der Nacht beunruhigt wird und erheblichem Stress ausgesetzt ist.