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Test: Röhren-Vorsatzgeräte

Do., 15.10.2020 - 09:51
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Nachdem Sauen zum reinen Nachtwild wurden, gewinnen Nachtsichtgeräte an Bedeutung. Bisher legal nur zum Beobachten einsetzbar, steht angesichts der in Deutschland ausgebrochenen Afrikanische Schweinepest die Zulassung zur Jagd auch in NRW bevor. Norbert Klups hat fünf Vorsätze mit Restlichtverstärkern im Revier getestet.

Nachtsichttechnik hat in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Am Anfang standen große, sperrige Infrarotgeräte mit eigenem Scheinwerfer und Batteriekasten – jagdlich kaum nutzbar.

Die Geräte wurden immer kleiner und leistungsfähiger, heute wiegen sie zwischen 400 und 700 g und brauchen nur kleine Batterien, meist CR 123-Lithiumzellen, CR 2 oder entsprechende Akkus.

Durch kompakte Bauweise und geringes Gewicht lassen sich solche Nachtsichtoptiken mit einem passenden Verbindungsadapter vorn auf Zielfernrohre montieren.

Das Nachtsichtgerät selbst darf keine Vergrößerung haben, genutzt wird ausschließlich die des Zielfernrohres. Wie weit man hochzoomen kann, hängt von der Qualität des Nachtsichtgerätes ab.

Bei günstigen Geräten ist bei drei- oder vierfach Schluss, Topmodelle lassen auch eine 10- bis 12-fache Vergrößerung zu, ohne dass das Bildrauschen so stark wird, das man nichts mehr erkennen kann. Diesem Punkt wurde in den Jagdpraxis-Tests die entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet.

Voraussetzungen an Waffe und Zielfernrohr

Ein Dual-Use-Nachtsichtgerät klemmt man zwar „nur“ einfach vorn aufs Zielfern­rohr, aber dazu muss dort entsprechend Platz vorhanden sein. Die dünnsten Adapter sind etwa etwa 3 mm dick – um sie bequem aufschieben zu können, ohne mit dem Lauf in Kontakt zu kommen, benötigt man etwa 4 mm Luft zwischen ZF-Objektiv und Lauf.

Vor dem Zielfernrohr dürfen sich keine Visierteile befinden, die das Aufsetzen verhindern würden. Bei einer normal hohen Montage muss man also die Kimme entfernen. Manchmal reicht es, nur das Blatt zu demontieren, muss aber auch der Sockel weg, sollte man das einem Büchsenmacher überlassen.

Gängige Montageadapter brauchen etwa 36 - 38 mm freie Objektivlänge, um fest und wackelfrei aufgeschoben zu werden. Ist das ZF mit einem Objektivring montiert (bei vielen Suhler-Einhak-Montagen), bleibt davor in der Regel zu wenig Platz. Damit scheiden solche Zielfernrohre zur Montage von Vorsatzgeräten aus.

Dazu gibts keine Alternative – man sollte es auch gar nicht erst versuchen. Treffpunktlageveränderungen sind vorprogrammiert, wenn das Nachtsichtgerät nicht wirklich fest und immer gleich auf dem Objektiv angebracht werden kann –  und das geht nur, wenn der Adapter aufgeschoben werden kann, bis er plan am Objektivrand der Zieloptik anliegt.

Zusatz-Okular Beobachtung
Mit einem Zusatz-Okular (r.) werden alle Geräte zum reinen Beobachtungsinstrument – und dazu sind auch Laseraufheller oder Infrarotlampen (u. l.) erlaubt.

 

Kaliber und Montagen

Beim Kaliber sollte man nicht unbedingt ganz tief in die Magnumkiste greifen – Restlichtverstärkerröhren sind umso empfindlicher, je hochwertiger sie sind. 2+-Röhren halten eine Menge aus, ab Generation 3 wird’s schon kritischer.

Dazu kommt die Beanspruchung der Montage – ein variables 50er- oder 56er-Zielfernrohr wiegt 700 – 900 g, dafür sind gute Montagen ausgelegt und berechnet. Setzt man aber davor noch ein 700 g schweres Nachsichtgerät plus Adapter und verdoppelt damit das ursprüngliche Gewicht, sieht die Sache ganz anders aus.

Jetzt wirken beim Schuss viel höhere Kräfte auf die Montage. Auch wenn die Montage augenscheinlich hält, kann sich nach einigen Schüssen Spiel an den Teilen einstellen – was Treffpunktlageveränderungen und vergrößerte Streukreise zur Folge hat.

Da man nachts aber kaum weit schießt und Magnumkaliber keinen großen Vorteil haben, sind .308, .30 - 06 oder 8 x 57 IS materialschonender und völlig ausreichend. Mit Schalldämpfer reduziert sich der Rückstoß nochmals fühlbar.

Was sagt ein Datenblatt aus ?

Auf dem Datenblatt findet man die wichtigsten Messdaten, es ist sozusagen der Pass eines NSG. Die Auflösung (in lp/mm) sagt aus, wie viel Details erkannt werden können.

Grundsätzlich gilt je höher, desto besser, doch zu hoch bringt auch nichts, da unser Auge das nicht mehr auflösen kann, bei etwa 60 – 64 ist Schluss, gute Werte liegen zwischen 56 und 64 lp/mm.

Photonis-Datenblatt
Auf dem Datenblatt steht die Seriennummer der Röhre mit allen wichtigen Daten.

 

Der interessanteste Wert, das Signal-Rausch-Verhältnis, sagt aus, wie ruhig das Bild ist. Je höher, desto weniger Grieseln (Schnee) ist zu sehen. Gerade bei Vorsatz­geräten ist ein hoher Wert ausschlaggebend – je geringer das Signal-Rausch-Verhältnis ist, umso höher kann man die Vergrößerung der Zieloptik stellen, ohne dass das Bild grieselt.

Angegeben wird ein einfacher Zahlenwert – je höher, desto besser ist die Röhre, gute Röhren der Gen 2+ erreichen 21 bis 25. Bei der Umwandlung von Licht in Elektronen kommt es zu Hintergrundrauschen, das sich als Grieseln bemerkbar macht.

Gerade bei sehr wenig Restlicht kann dieser Effekt das Bild dominieren und feine Helligkeitsunterschiede überlagern. Das Verhältnis von Lichtinformation zum Grieseln wird auf dem Datenblatt als SN-Wert (Signal to Noise Ratio) angegeben, je besser der Wert, umso besser das Bild.

Luminance Gain bezeichnet die Bildverstärkung, auf Photonis- Datenblättern wird sie bei 20µlx Beleuchtung angegeben, und zwar in cd/m²/lx. Allgemeine Angaben in Werbetexten wie Lichtverstärkung bis 70 000 sind nichtssagend, solange keine Maßeinheit angegeben ist. 

Ein Datenblatt ist aber nur ein wichtiges Hilfsmittel zur Bestimmung der Qualität einer Röhre und kein Allheilmittel. Niemals ersetzt es den eigenen Blick durch das Nachtsichtgerät vor dem Kauf. Eine Bildverstärkerröhre kann durchaus hohe Leistungswerte erreichen, aber dennoch einen schlechten Bildeindruck haben.

Das Bild ist dann nicht wirklich klar und scharf, sondern wie verschleiert, ähnlich verschmierter Linse beim Zielfernrohr. Solche Röhren werden zu wesentlich günstigeren Preisen an den Zivil­markt abgegeben. Nur auf das Datenblatt verlassen sollte man sich daher nicht.

Außerdem macht die Röhre nur einen Teil der Qualität eines Nachtsichtgerätes aus. Ohne ein gutes, auf die Röhre abgestimmtes Linsensystem wird auch eine Topröhre nicht befriedigen.

Technische Daten Röhren-Vorsatzgeräte

 

So haben wir getestet

Wir haben für alle Geräte die gleiche Waffe (Blaser R 8/.308) und das gleiche Zielfernrohr (Zeiss Conquest V 6 2 - 12 x 50) benutzt (MAK-Sattelmontage), auf den 48 cm-SemiWeight-Lauf kam ein Overbarrel-Schalldämpfer.

Getestet haben wir zunächst nicht auf dem Schießstand, sondern draußen im Revier bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen – bei bedecktem Himmel und Viertelmond, wobei die Scheibe einmal frei auf einer Wiese und dann im Waldschatten stand.

Ziel war eine Wildscheibe mit einer Sau in Lebensgröße aus dem Bogen­sport. Wir haben extra kein weißes, gut zu sehendes Ringmotiv verwendet, sondern eine dunkle Wildscheibe, um möglichst nahe an der Praxis zu sein.

Auch bei künftigen Tests werden wir diese Scheibe verwenden, um vergleichbare Ergebnisse zu bekommen. Die Distanz betrug jeweils 80 m. Die Testgeräte wurden nacheinander aufs ZF gesetzt und dann ein Foto gemacht.

Dazu diente ein professionelles Kamera­system – die MAK-Cam wird mit einem speziellen Adapter aufs ZF-Okular gesetzt und man kann durch die Kamera schauen.

Die Aufzeichnung des Zielbilds erfolgt über einen Strahlenteiler, der das ZF-Bild auch in die Kamera leitet – das System nutzen Behörden zur Beweis­sicherung bei Scharfschützen-Einsätzen. Die Bilder sind etwas schlechter als beim Durchblick durch die Zieloptik – so tolle Fotos von Sauen bei Nacht wie in Werbe­anzeigen, kriegt man damit nicht hin ...

Restlicht Kamerasystem
Die Nachtaufnahmen entstanden mit einer MAK-Cam, mit der man durchs Zielfernrohr foto­grafieren kann. Das jeweils erste (hellere) Motiv entstand auf einer freien Wiese, das dunklere im Waldschatten.

 

Der Schusstest folgte dann auf einer 100 m-Bahn, um mit einem Schießgestell arbeiten zu können – aber auf die gleiche Scheibe wie im Feld. Das Licht wurde um 90 % gedimmt, sodass die Röhren keinen Schaden nehmen, die Scheibe aber noch gut zu sehen war.

Dabei ging es ausschließlich um potenzielle Treffpunkt­verlagerungen bei vorgesetztem NSG und die Wiederkehrgenauigkeit der Systeme.

Es wurden je drei Schuss abgegeben, wobei die Nachtsichtoptik nach jedem Schuss abgenommen und wieder aufgesetzt wurde, beim letzten Schuss wurde das Vorsatzgerät um 45 Grad verdreht aufgesetzt. Die Testwaffe war zuvor bei bestem Licht auf 100 m genau Fleck eingeschossen worden.

Bei der R 8 befindet sich die Montage ja direkt auf dem Lauf, was theoretisch zu einer stärkeren Beeinflussung der Treffpunktlage durch das NSG-Gewicht führen kann, da die Laufschwingung beeinflusst wird.

Um sicher zu gehen, haben wir einen zweiten Durchgang mit einer Büchse geschossen, bei der die Montage auf dem System liegt – eine Steel-Action mit einer aus dem vollen Stahlsystem gefrästen Picatinny-Schiene mit Kahles-ZF, ebenfalls auf Fleck eingeschossen.

Meopta Wiese
Die Zielscheibe auf einer Wiese durch das Meopta-Gerät gesehen.
Meopta Waldrand
Die Zielscheibe im Schatten der Bäume am Waldrand - ebenfalls durch ein Meopta-Gerät gesehen.

Die Kandidaten im Test

Wir haben fünf Geräte der mittleren bis gehobenen Preisklasse für diesen Vergleichstest ausgewählt – günstige Geräte sind in der Leistung stark eingeschränkt und High-End-Technik ist zur Jagd nicht unbedingt nötig. Die Gerät stammen von Jahnke, Lahoux, Meopta, Nightspotter und JSA Nightlux.

Alle haben eine Verstärkerröhre der Generation 2+ von Photonis (NL), eine einfache Vergrößerung und lassen sich als Handgeräte auch mit einem Okular mit Vergrößerung ausstatten.

Wir haben bewusst Geräte gewählt, die im deutschen Fachhandel mit Garantie verkauft werden und für die auch nach dem Kauf ein entsprechender Service geboten wird. Beim Kauf komplizierter, hochwertiger Nachtsichttechnik (gerade bei Röhrengeräten) sollte man vorsichtig sein und nicht nach jedem Schnäppchen greifen.

Dubiose Online-Discounter bieten Geräte mit ausgemusterten Militärröhren an, die nach einiger Zeit kaum noch Leistung bringen. Die Lebensdauer einer Restlichtverstärkerröhre ist beschränkt – etwa 6.000 bis 10.000 Stunden.

Schon erkennbar vorher lässt die Leistung aber nach, daher werden Militärröhren ausgemustert, wenn sich das abzeichnet.

Wer an seinem NSG auf Jahre Freude haben will, sollte daher unbedingt da­rauf achten, ein Gerät mit fabrikneuer Röhre zu kaufen – bei Herstellern von Markengeräten kann man davon ausgehen, bei Schnappern im Internet eher nicht – fabrikneue Röhren haben halt ihren Preis.

Bei Röhren aus westlicher Produktion (in der Regel Photonis) sollte das dazugehörige Messdaten-Blatt mitgeliefert werden. Darauf finden sich Seriennummer und Messdatum. Letzeres sagt nicht zwingend etwas zum Produktions-Datum aus, es gibt nur an, wann gemessen wurde.

Schickt ein Händler eine fünf Jahre alte Röhre zur Reparatur, bekommt er sie von Photonis mit einem frischen Datenblatt zurück. Bei seriösen Händlern kann man davon ausgehen, dass das Jahr auf dem Datenblatt auch dem der Produktion entspricht, also eine fabrikfrische Röhre verbaut wurde.

Bei Billigangeboten ist aber Vorsicht geboten, viele Händler versehen Röhren mit Fantasiebezeichnun­gen, um damit nicht zuletzt Vergleiche unmöglich zu machen. Auf dem Datenblatt steht aber immer die Originalbezeichnung der Röhre und ihre Seriennummer.

Infos zu Röhren findet man auf den Websites der Hersteller:
photonis.com, nightvision.com,
insighttechnology.com, melz-evp.com, katodnv.ru, ekran-os.ru

Diese Modelle haben wir getestet und verglichen:

Nightspotter MR 2.0

Lahoux LV-81

JSA Nightlux NV Zwerg XL Echo Ultra Onyx

Meopta MeoNight 1.1

Jahnke DJ-NSV 1 x 48

Ergebnisse im Reviertest

Von der Handhabung her sind alle fünf Testgeräte völlig problemlos. Aufsetzen, einschalten, scharf stellen und fertig. Dabei hat kein Gerät Vor- oder Nachteile, wobei die fluoreszierenden und gut sichtbaren Bedienelemente des Jahnke sehr angenehm sind.

Kennt man sich aber mit seinem Gerät aus, findet man die Knöpfe auch so gut. Bei der auf der Wiese stehenden Wildscheibe wäre es mit allen Geräten problemlos möglich gewesen, einen sicheren Schuss anzubringen, auch ansprechen war möglich.

Unsere Test-Sau war ein Keilerchen und der Pinsel war durchaus erkennbar.

Schusstest Nachtzieltechnik
Den 100 m-Schusstest auf die realistische Bogen-Sauscheibe bestanden alle Vorsätze mit Bravour (rot: Lahoux, grün: Nightspotter, weiß: JSA Zwerg, blau: Meopta, gelb: Jahnke).

 

JSA und Lahoux (Echo-Röhren) liefern ein klareres Bild und erlauben eine höhere Vergrößerung der Zieloptik zu nutzen, bevor sich starkes Rauschen einstellt. Das Lahoux-Modell war zudem etwas randschärfer.

Bei der Scheibe im Waldschatten war der Unterschied noch deutlicher, mit den Echo-Röhren war auch dabei noch der Umriss der Sau gut zu erkennen, während es bei günstigeren Modellen schon kritisch wurde – Schießen wäre noch gegangen, Ansprechen bei den günstigen Geräten nicht mehr.

Auch das JSA war am Ende seiner Möglichkeiten, während das Lahoux noch mehr Details erkennen ließ.

Wir haben dann versuchsweise mit einem Infrarot-Laseraufheller von Laserluchs die Scheibe angestrahlt: Der Effekt war extrem – mit dem Zusatzlicht war die Scheibe klar und deutlich zu sehen.

Infrarot-Aufheller - hilfreich aber verboten

Infrarotaufheller verbessern die Leistungsfähigkeit von Restlichtverstärkern ganz erheblich. Durch ein nicht nachzuvollziehendes Verbot im Waffen­gesetz wird Jägern dieser Vorteil leider verwehrt – ein Manko, das nicht erst jetzt abgeschafft gehört, da bereits die erste ASP-Sauen in deutschen Wäldern gefunden worden sind ...

Auf dem Schießstand kam es beim Einsatz der Vorsatzgeräte zu leichten Treffpunktverlagerungen um gerade mal 2 bis 4 cm nach oben – in der Praxis irrelevant. Auch das verdrehte Aufsetzen der Geräte hatte keine Auswirkungen.

Die Präzision mit Vorsatzgerät war etwas schlechter als bei normalem Licht allein durchs Zielfernrohr. Das mag aber auch am besseren Bild und der Möglichkeit der exakteren Positionierung des Absehens liegen. Alle Streukreise lagen unter 4 cm, was zur Saujagd mehr als ausreichend ist.

Der Durchgang mit der Steel Action brachte identische Ergebnisse – ob sich die Montage auf Lauf oder System befindet, spielt also keine Rolle – zumindest bei den Jagdpraxis-Testwaffen.

Wie die eigene Waffe reagiert, wenn man das Zielfernrohr mit einem Vorsatz­gerät bestückt, sollte man unbedingt mit einigen Probeschüssen auf dem Schießstand ermitteln, bevor man mit der Kombi auf Wild anlegt !

Was man für sein Geld bekommt

Die fünf getesteten Restlichtverstärker sind uneingeschränkt praxistauglich, zeigten eine sehr gute Ver­arbeitung sowie leichte Bedienbarkeit. Sie sind schussfest und lassen sich einfach mit Adaptern vorm Zielfernrohr befestigen.

Ihre Leistungsfähigkeit hängt hauptsächlich und in hohem Maße von der verbauten Röhre ab. Sicher muss auch das Objektiv hochwertig ausfallen, aber in dieser Preisklasse ist von guter Qualität auszugehen, die Ergebnisse zeigen, dass kein Hersteller aus dem Rahmen fällt.

Jahnke, Nightspotter und Meopta mit Photonis Gen. 2+-Röhren liegen auf identischem Leistungsniveau, Unterschiede sind gering. Jahnke ist darunter sicher die beste Wahl – deutlich günstiger, dazu sehr leicht und kompakt.

Wer mehr will, muss mehr zahlen – und zwar deutlich mehr. JSA und Lahoux mit Echo-Röhren sind mit ihrem helleren, rauschärmeren Bild sichtbar überlegen und erlauben zudem die Wahl einer höheren Vergrößerung der Zieloptik.

Wir haben in der Tabelle die wichtigsten Daten der Kandidaten zusammen­gefasst, sodass ein direkter Vergleich der Röhren und Leistungsdaten möglich ist. Ein Blick auf die SN-Werte macht schnell klar, wer die Nase vorn hat ...

Der direkte Vergleich der Schwarz-Weiß-Röhre des JSA mit der Grünen des Lahoux zeigte, das die Onyx-Röhre zwar bei längerem Beobachten augenfreund­licher ist, dafür die grüne Röhre etwas detailreicher abbildet, die Wahl ist damit weitgehend Geschmacksache.

Wer oft mit Sauen im Waldschatten rechnen muss, kommt um eine hoch­wertige Röhre kaum herum – jedenfalls solange Infrarot-Aufheller verboten sind. Bei der Jagd im Feld und auf Kurzdistanzen an der Kirrung reicht dagegen ein günstigerer Vorsatz völlig aus.

Vor dem Kauf empfiehlt es sich, mehrere Geräte zu vergleichen, denn bei jeder Röhre gibt es individuelle Unterschiede und jedes Auge empfindet etwas anders.

Leistungsdaten Röhren