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Identität geklärt

Mi., 24.04.2019 - 15:44
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Nachdem mehrere Hochsitze im Emsland zerstört wurden, suchte die Polizei den oder die Täter im Umfeld militanter Tierschützer im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung - mit Erfolg. Die Identität des Täters steht nun fest.

Am 24. April wurde durch die Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim ein Fahndungsfoto einer Person veröffentlicht, die im Verdacht stand, für eine schadensträchtige Serie von Sachbeschädigungen an Hochsitzen im nördlichen Emsland aus dem Februar 2019 verantwortlich zu sein.

Aufgrund mehrerer Hinweise aus der Bevölkerung rückte eine männliche Person aus der Gemeinde Esterwegen im Emsland in den Fokus der Ermittlungen. Durch das Auffinden weiterer Beweismittel bestätigte sich zeitnah, dass es sich bei dem dringend Tatverdächtigen um einen 22-jährigen Mann aus der Gemeinde handelt.

Bei weiteren Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Beschuldigte seinen Lebensmittelpunkt nach Groningen in den Niederlanden verlegt hat. In Kooperation mit der niederländischen Polizei wurde mittlerweile die Wohnanschrift des Beschuldigten in Groningen durchsucht und weitere Beweismittel aufgefunden.

Die Ermittlungen und Auswertung dauern weiterhin an. Die Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim und die Staatsanwaltschaft Osnabrück bedanken sich für die Hinweise aus der Bevölkerung und den daraus resultierenden Ermittlungserfolg.

Hintergrund
Bereits am 2. Februar kam es vermutlich in den späten Nachmittagsstunden in Werlte, Lorup, Lehe, Heede und Papenburg im Emsland zu insgesamt 15 Sachbeschädigungen an Hochsitzen.

Militante Tierschützer im Verdacht
Es entstand ein geschätzter Sachschaden von ca. 20.000 Euro. Für die Taten wurde auf einer einschlägigen Internetseite von Jagdgegnern ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Der Täter dürfte aus dem Kreis militanter Tierschützer mit Bekenntnis zur Animal Liberation Front (A.L.F.) stammen.

An diversen Hochsitzen wurden Parolen wie "Fuck Hunters" sowie Symbole der "A.L.F." aufgebracht. Bei der Animal Liberation Front handelt es sich eine dezentral organisierte Gruppe der militanten Tierbefreiungsbewegung.

Ihr Ziel ist es, Tierversuche und Tötung von Tieren durch Anschläge und Sachbeschädigungen zu erschweren oder zu verhindern. Im Jagdrevier eines beschädigten Hochsitzes in Werlte wurde der Wildwechsel zur Tatzeit mit einer Wildkamera überwacht.

Fahndungsfoto
Die Polizei konnte den gesuchten Mann mittlerweile aufgrund von Zeugenaussagen ausfindig machen.

 

Wildkamera zeichnet Täter auf
Bei einer Auswertung der Bilder wurde zur Tatzeit die abgebildete Person videografiert. Es handelt sich um eine männliche Person, die eine Säge mit einem rotem Griff mitführt. Aufgrund dieser unmittelbaren Nähe zu Tatzeit und Tatort und des geeigneten Tatwerkzeugs ging man davon aus, dass es sich um den Täter handelte.

Foto: PI Emsland/Grafschaft Bentheim