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ASP 12 km vor Deutschland

Mi., 22.01.2020 - 12:02
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Am Dienstag (21. Januar) wurde nur 12 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze der Fund eines mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweines gemeldet.

In unmittelbarer Nähe der polnisch-sächsischen Grenze soll ein mit der ASP infiziertes Wildschwein auf polnischem Gebiet entdeckt worden sein. Damit ist die Seuche nur noch 12 Kilometer von Deutschland entfernt.

Der DJV bittet insbesondere Jäger, Förster und Landwirte, verstärkt auf verdächtige Wildschweinkadaver zu achten und diese umgehend zu melden. Den grenznahen Regionen von Sachsen und Brandenburg gilt besonderes Augenmerk.

Wegen des hohen Verbreitungsrisikos der Krankheit sollten tot aufgefundene Tiere nicht angefasst oder eigenhändig transportiert werden. Experten bergen im Ernstfall verdächtige Tierkadaver in speziellen, dichten Behältnissen.

Der Fundort liegt südlich der Stadt Zary (Sorau), die etwa 60 Kilometer südöstlich von Cottbus (Brandenburg) liegt. Das Landwirtschaftsmagazin top agrar hatte in Brüssel aus gut unterrichteten Kreisen davon erfahren und berichtet.

In der Region bildet die Lausitzer Neiße die natürliche Grenze zwischen Deutschland und Polen. Das gebiet ist waldreich und recht dünn besiedelt. Auf deutscher Seite liegt direkt hinter der Grenze der Truppenübungsplatz Oberlausitz.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner soll direkt reagiert und noch am Abend eine Brandmeldung an alle Agrarminister der Länder verschickt haben. Am kommenden Montag soll es zur ASP eine Sondersitzung in Brüssel geben.