IWA Neuheiten: Das sind die Höhepunkte

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IWA Neuheiten: Das sind die Höhepunkte

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Direkt nach der Jagd&Hund in Dortmund öffnete Anfang März die IWA in Nürnberg ihre Pforten – allerdings nur für Fachbesucher. Endverbraucher haben hier keinen Zutritt und das wurde in diesem Jahr sehr streng kontrolliert. Wir sind auf der Suche nach interessanten Neuheiten durch die Hallen gestreift.

Langwaffen für die Jagd

Die Neuheiten der großen Hersteller wurden bereits in Dortmund präsentiert, aber wir haben noch das eine oder andere Highlight entdeckt.

Foto: Norbert Klups

Die für ihre Carbonschäfte bekannte österreichische Firma FBT (Fine Ballistik Tools) fertigt jetzt auch eine Repetierbüchse. Der AERA 1 ist ein Ultralight Repetierer, der nur 1996 g wiegt. Das Geheimnis des geringen Gewichtes ist neben dem Carbonschaft das einteilige Waffensystem, das mittels modernstem 3D-Druckverfahren aus Titan 64 Grade 23 gefertigt wird. Im Inneren des Systemgehäuses befindet sich eine komplexe Wabenstruktur, die für maximale Steifigkeit bei wenig Gewicht sorgt. Die Swarovski Innenschienen-Montage ist nicht aufgeschraubt, sondern wird in einem Stück mit dem Gehäuse gedruckt. Verbaut ist ein Atzl Kugelabzug, der von 100 bis 1000 Gramm verstellbar ist. Der Stainless-Lauf stammt von Steyr und hat serienmäßig einen ERA Lock Schnellverschlussadapter für einen Schalldämpfer. Der 3-Warzen-Verschluss verriegelt direkt im Lauf. Ein innovativer Leichtrepetierer für den Bergjäger „Made in Austria“ der für 9979 € zu haben ist.

Foto: Norbert Klups

Winchester bietet seinen „Brot und Butter-Repetierer“ XPR jetzt auch mit einem markanten Lochschaft aus robustem Schichtholz an. Der große Durchgriff ermöglicht in Zusammenspiel mit dem steileren Pistolengriff einen entspannten Anschlag in einer natürlichen Haltung. Die Büchse ist in den Kalibern .223 Win, .243Win, .308Win, und .30-06Spring erhältlich und ermöglicht durch das Mündungsgewinde M14x1 das problemlose Anbringen eines Schalldämpfers oder einer Mündungsbremse. Die Bremse wird mitgeliefert. Mit etwa 3,5 kg zwar deutlich schwerer als die AEO 1, aber mit 848 € auch deutlich billiger. 

Foto: Norbert Klups

CZ hat mit der Drake eine preisgünstige Bockflinte mit guter Ausstattung im Programm. Die CZ Drake ist eine Bockdoppelflinte im Kaliber 12/76 mit 71 cm langen Läufen, die durch ihr hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis besticht. Der Kasten ist CNC-gefräst und auf die Mittelrippe zwischen den Läufen wurde verzichtet, was zu einem geringeren Gewicht von 3,3 kg führt. Die CZ Drake hat einen umstellbaren Einabzug und Multichokes, wovon 5 zum Lieferumfang gehören. Die Fischhaut am Nussbaumschaft ist lasergeschnitten und fühlt sich wirklich scharf an. Für 874 € ein interessantes Angebot. 

Foto: Norbert Klups

Merkel hat der an sich schon leichten Kipplaufbüchse K3 jetzt einen Lochschaft aus Carbon spendiert, der vom österreichischen Hersteller FBT stammt. Damit wiegt die schlanke Büchse gerade mal 2 kg. Der FBT-Lochschaft hat eine höhenverstellbarer Schaftbacke und ist in Links- oder Rechtsausführung zu haben. Dank seiner hohen Energieabsorptionsfähigkeit und in Kombination mit einer dämpfenden, verstellbaren Schaftkappe ist der einteilige Schaft angenehm zu schießen. Die Memory-Taste am höhenverstellbaren Schaftrücken sorgt für einen wiederholgenauen Anschlag. Der 56 cm lange und an der Mündung 17 mm dicke Lauf hat serienmäßig ein M15x1 Mündungsgewinde. Druckknopf-Riemenbügel sind ab Werk installiert. Neben der Standardversion für 5.843 € gibt es auch eine Extreme mit kanneliertem Lauf für 5.994 €.

Kurzwaffen für die Jagd

Foto: Norbert Klups

Revolver sehen sich alle eigentlich ziemlich ähnlich, völlig aus der Rolle fällt allerdings das Modell Rhino 60 DS von Chiappa. Der Rhino verfeuert seine .44 Magnum Patronen aus der unteren Kammer seiner Sechs-Schuss-Trommel und nicht wie sonst üblich aus der oberen. Dadurch soll die durch den Rückstoß entstehende Hebelwirkung verringert und der Hochschlag reduziert werden. Der Rahmen ist aus 7075-T6-Aluminium gefertigt, Lauf und Stoßboden sind aus Stahl. Trotz des leichten Rahmens bringt der Rhino aber 1,3 kg auf die Waage. Der 6-Zoll-Lauf hat eine Fiber-Optik-Visierung und ein Double-/Single-Action-Abzugssystem. Erhältlich ist der Chiappa 60DS L-Frame in Deutschland ab 2.200 Euro in den Farbtönen Schwarz, White Nickel, Gold PVD, Nebula, Special und Elite

Foto: Norbert Klups

Die Selbstladepistole Hiper von FN wurde vollständig in Belgien entwickelt und wird auch dort hergestellt. Die moderne Waffe mit Polymerrahmen und Striker Fire Action Abzug wurde so konstruiert, dass die Baugruppen keine Zwischenräume aufweisen und die Pistole somit gegen Staub und Schmutz abgedichtet ist. Ziel war es, die Pistole auch unter widrigen Bedingungen extrem zuverlässig zu machen. Der Verschluss ist ein Browning System und das Magazin aus Vollpolymer nimmt 15 Patronen 9 mm Luger auf. Es ist auch eine MRD-Version für Mini-Rotpunktvisiere erhältlich, die über eine von FN patentierte Schnittstelle verfügt, die mit den gängigsten Rotpunktvisieren für Pistolen kompatibel ist. Je nach Modell fangen die Preise bei 849 € an.

Foto: Norbert Klups

FRANKONIA präsentiert auf der diesjährigen IWA in Nürnberg eine Weiterentwicklung aus den eigenen Reihen: Die Longslide-Pistole „Taipan“ gibt es nun auch mit MAKnetic Optics Ready (OR) System. Durch die neue Wechselmöglichkeit von Kimme-Korn- auf eine optische Visierung ist die Pistole auch für Schützen geeignet, die mit Kimme und Korn nicht mehr so gut klar kommen. Der trockenstehende Match-Abzug ist auf ein Abzugsgewicht von 1.200 bis 1.300 Gramm reduziert. Für eine zuverlässige Zündsicherheit sorgt der technisch optimierte Schlagbolzen. Die Taipan basiert auf der ausgereiften CZ-Technik des Modells CZ 75 SP-01 Shadow in 9 mm Luger. Der Preis liegt bei 2599 €.

Foto: Norbert Klups

Heckler&Koch hat mit der SFP 9CC OR eine subkompakte Selbstladepistole entwickelt, die sich hervorragend als Fangschusswaffe eignet. Das Griffstück ist modular aufgebaut und verfügt über eine Kerneinheit, welche die Abzugsgruppe aufnimmt.  Das restliche Griffstück aus Kunststoff kann komplett gewechselt und so vom Schützen individuell angepasst werden. Zusätzlich liegt ein austauschbarer Griffrücken bei. Die Dreipunktvisierung hat Leuchtelemente für die bessere Zielauffassung bei schlechtem Licht. Eine integrierte Dämpfungsfunktion sorgt für ein deutlich verbessertes Schussverhalten. Der Schlitten ist für die Montage eines Rotpunktvisieres vorbereitet. Die Magazinkapazität beträgt 10 Patronen 9 mm Luger. Durch das Gewicht von nur 540 g und den kleinen Abmessungen eignet sich die HK sehr gut zum verdeckten Tragen. Sie kostet 1060 €.

Foto: Norbert Klups

Auch die neue ATD Compact des österreichischen Herstellers Steyr ist für das verdeckte Tragen konzipiert. Das Abzugsgewicht lässt sich sowohl im Single Action Modus als auch im Double Action Modus einstellen und die Magazinkapazität von 18 Patronen 9mm Luger sorgt für ausreichende Feuerkraft. Auch die Steyr ist für die Montage eines Rotpunktvisieres vorbereitet und 6 Adapterplatten gehören zum Lieferumfang. Dank des Aluminiumgriffstückes wiegt die Pistole nur 781 g.  Die Lauflänge beträgt 101 mm, die Visierung ist verstellbar. Wer die neue Steyr im Holster stecken will, muss dafür 1199 € ausgeben.

Foto: Norbert Klups

Bei Tanfoglio gibt es zwei Waffen zum Preis von Einer. Die Combat Combo, eine Ganzstahlpistole mit klassischem Single Action/Double Action Abzug hat das Kaliber .45 ACP, zum Lieferumfang gehört aber auch ein Wechselsystem im Kaliber 9mm Luger. Die 1,15 kg schwere Pistole hat einen 115 mm langen Lauf und das Magazin fasst im Kaliber .45 ACP 10 Patronen und bei der 9 mm Luger 17 Schuss. Als Visierung wird eine Luminova Nachtvisierung verbaut. Der Komplettpreis mit Wechselsystem beträgt 1153 €

Jagd-Optik

Bei der Optik dominiert eindeutig die Nachtsichtoptik – in Deutschland sind aktuell nur Vorsatzgeräte erlaubt, wenn man sie bei Dunkelheit zum Schuss nutzen will. Alle großen Hersteller zeigten aber auf der internationalen Fachmesse auch ihre Zieloptiken. Sollte sich die Gesetzeslage ändern steht eine große Auswahl bereit.

Foto: Norbert Klups

Neu bei Meopta sind die Ferngläser MeoHunter B mit den technischen Kenndaten 8x42 und 10x42. Das handliche Magnesiumgehäuse ist gummiummantelt und stickstoffgefüllt. Mit 131 m Sehfeld beim 8fachen bietet es ein gutes Sehfeld und ist mit 785g nicht zu schwer. Die Außenlinsen haben eine hydrophobe Beschichtung, die Wasser einfach abperlen lässt. Eine handliche und robuste Optik, die bei Frankonia für 349 € zu haben ist.

Foto: Norbert Klups

Der US-Hersteller Leupold hatte die neue VX5 Gen.2 Serie im Gepäck. Die überarbeitete Serie der VX5 Baureihe mit 5fachem Zoomfaktor umfasst gleich 11 Modelle, vom 1-5fachem Drückjagdzielfernrohr über ein lichtstarkes 3-15x56 bis zum 4-20x52 für große Distanzen ist alles dabei. Nicht nur dem Namen nach eine Gen 2, sondern eine komplett neue Generation. Das neue Gehäuse ermöglicht einen größeren Höhenverstellbereich und das SpeedSet-Höhenverstellrad lässt sich werkzeuglos bedienen, hat aber eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Verstellen. Der Käufer erhält zudem kostenlos einen individuell nach seiner Laborierung gravierten Verstellturm. 

Foto: Norbert Klups

Bei Kite fand sich ein interessantes 1,6-10x42, das sich gut für Vorsatzgeräte eignet. Die automatische Beleuchtungssteuerung (APC) fährt den Leuchtpunkt automatisch runter, wenn die Waffe in Ruheposition ist und die Timer-Funktion deaktiviert ihn nach 3 Stunden komplett. Eine Batterie-Warnanzeige ist auch an Bord. Das beleuchtete 4A-Absehen liegt in der zweiten Bildebene. Das 544g leichte Zielfernrohr liegt im mittleren Preisbereich und kostet UVP 1550 €, ist je nach Anbieter aber auch schon für etwas über 1300 € zu haben.

Foto: Norbert Klups

Noblex stellt ein neues Rotpunktvisier vor. Das NV1x32 OS ist ein offenes Reflexvisier mit besonders großem Sehfeld. Die Optikdiagonale des Sichtfensters beträgt 32 mm. Die Helligkeit des Leuchtpunktes lässt sich in 10 Stufen regulieren. Das Besondere am NV 1x32 OS ist das Mehrfachabsehen. Es stehen drei Absehenstypen zur Verfügung, entweder ein Punkt, ein Kreis oder ein Kreis mit mittigem Punkt, die durch 3 Sekunden langes Drücken der +Taste angewählt werden können. Die CR2032 Lithiumbatterie liefert Energie für 50.000 Betriebsstunden. Die Schnittstelle zur Montage ist die bekannte Noblex/Docter Schnittstelle, für die es eine Vielzahl von Montagen gibt. Eine Picatinny-Montage gehört zum Lieferumfang. Das nur 47,5 g schwere Visier kostet 549 €.

Foto: Norbert Klups

Auch MAK bringt mit dem Makdot X ein neues Rotpunktvisier auf den Markt, das ein 28x22 mm großes Sichtfenster und damit ebenfalls eine Diagonale von 32 mm hat. Es hat ein in 10 Stufen verstellbaren 3 MOA-Leuchtpunkt und die integrierte Bewegungssteuerung schaltet das Visier bei der kleinsten Bewegung ein und nach längerer Ruhepause automatisch aus. Das schont die Batterie und garantiert sofortige Einsatzbereitschaft. Das Gehäuse aus 7075-T6 Aluminium ist schockfest bis zu 1500G und wasserdicht nach IPX7. Der Verstellbereich beträgt 90 MOA in Höhe und Seite und die CR2023 Batterie, die von oben ohne Demontage des Visiers gewechselt werden kann, liefert Strom für 50.000 Stunden. Als Schnittstelle zur Montage wurde die weit verbreitete Docter-Schnittstelle verwendet, wofür es auch bei MAK selbst die verschiedensten Montagen gibt. Das 52 g schwere Mini-RedDot kostet 389 €.

Foto: Norbert Klups

Garmin hat mit dem Zero L60i einen Laserentfernungsmesser entwickelt, der mehr kann als nur die Distanz messen. Der neue Laser-Entfernungsmesser mit hochauflösendem Farbdisplay kombiniert Messtechnik und Optik mit erweiterter GPS-Technologie. Eine TopoActiveKarte ist vorinstalliert. Damit lässt sich die genaue Position bestimmen und es können angemessene Wegpunkte gesetzt und gespeichert werden. Mit der Laser LocateFunktion kann dann zu den Wegpunkten navigiert werden. Die Reichweite beträgt 1800 m und der Zero hat eine 7fache Vergrößerung und ein 32 mm Objektiv. Barometer und Temperatursensor sind ebenfalls an Bord. Das nur 385 g schwere Gerät kostet 2499,-€

Reichlich Neuheiten gab es wie erwartet bei den Nachtsichtgeräten, wobei Wärmebildgeräte die Szene jetzt völlig dominieren, Restlichtverstärker gibt es kaum noch und digitale Geräte finden sich fast ausschließlich in Kombination mit einem Wärmebildkanal bei den dualen Beobachtungsoptiken. Um alle Neuheiten der IWA aus diesem Beriech vorzustellen müssten wir ein Sonderheft herausbringen. Wir haben die interessantesten Geräte herausgesucht.

Foto: Norbert Klups

ThermTec stellt mit dem Ventus ein multispektrales Fernglas vor, das neben dem Wärmebildmodus auch einen farbigen Digitalmodus mit 4K Auflösung hat, über eine Bildstabilisierungsfunktion verfügt und dazu noch mit einem Laserentfernungsmesser ausgestattet ist. Sollte das Licht für die Digitalfunktion mal nicht ausreiche, kann auch noch durch ein Dualband Infrarotbeleuchtung zugeschaltet werden, die sich von 850 nm auf 940 nm umschalten lässt. Ein 4K-Ultra-CMOS-Sensor ist für das digitale Tag- und Nachtbild und ein Wärmebildsensor mit 640×512 Pixel Auflösung und einem NETD-Wert von unter 15 mK für die Thermaldetektion zuständig. Je nach Einsatzzweck stehen zwei Modelle zur Wahl, die sich im Objektivdurchmesser unterscheiden, wahlweise 35 oder 50 mm. Das 830 Gramm schwere Glas hat zwei wechselbaren 18650-Akkus, die für etwa sechs Stunden Laufzeit sorgen. Das Ventus kostet 3090, - €, wenn die 35mm-Version gewählt wird und 3690 € für das große 50er.

Foto: Norbert Klups

Guide bringt mit dem Orion ein preisgünstiges und sehr kleines Wärmebild-Vorsatzgerät auf den Markt, das kaum größer als eine Zigarettenschachtel ist und inkl. eines 18650er Akkus lediglich 285 g wiegt. Das AMOLED-Display bietet eine Auflösung von 1024×768 Pixel. Das Orion O435CS ist für Rückstoßenergien bis zu 6000 J ausgelegt. Das Sehfeld auf 100 m beträgt 13 m. Eine Kamera- oder Videofunktion gibt es hier aber nicht. Dafür hat es der Preis in sich. Die Version mit dem 400x300 Sensor und 12er Pitch ist bereits für 1099 € zu haben. Die Version mit dem größeren 640x512er Sensor kostet 1299 €. Das sind schon echte Kampfpreise. 

Foto: Norbert Klups

HIKMICRO erweitert die Lynx Produktlinie um die Modelle LQ35 3.0 und LQ35L 3.0. Zwei Beobachtungsgeräte mit 640x512 Sensor und 12 μm Pitch. Das LQ35L hat zusätzlich einen integrierten Entfernungsmesser mit bis zu 1.000 m Reichweite. Die Detektionsreichweite beider Modelle liegt bei 1800 m. Ein integrierter Neigungssensor schaltet den Bildschirm ab.  Das Shutterless-System sorgt für eine unterbrechungsfreie Bilddarstellung. Als Energiequelle dient ein austauschbarer 18650er Akku. Ohne den Entfernungsmesser wiegt das neue Hikmicro nur 365g. Wird das Modell mit Entfernungsmesser gewählt wird es mit 410g nur geringfügig schwerer. Ohne Entfernungsmesser kostet das Gerät 1649 €, mit LRF 1899 €.

Foto: Norbert Klups

Neu auf dem deutschen Markt ist der Hersteller Zentron. Den Vertrieb hat die Firma Seven Oaks übernommen. Mit dem Modell Zentrace stellt Zentron gleich eine sehr innovative Neuheit vor, denn das Vorsatzgerät markiert bei Schussabgabe über eine Kompassfunktion automatisch den genauen Anschuss und navigiert den Schützen via App präzise zum Ziel. Diese intelligente Verbindung zwischen Wärmebildoptik und App-Navigation macht es künftig einfacher, im Dunkeln das erlegte Stück zu finden. Das Zentrace C50R hat einen 640x512 Sensor mit ≤18 mK NETD, ein OLED-Display mit 1920×1080 Pixeln und wiegt durch das Magnesiumgehäuse nur 425 g. Als Energiequelle dienen zwei austauschbare 18350er Akkus, von denen 4 zum Lieferumfang gehören. Sollten in Deutschland künftig die Zielgeräte freigegeben werden, lässt sich beim Zentron durch ein Software Update ein Absehen einspiegeln und an Stelle des Montageadapters ein Okular mit Vergrößerung aufschrauben. Anschlüsse für eine Montage sind bereits vorhanden. Damit lässt sich das Vorsatzgerät kostengünstig in ein Nachtsichtzielfernrohr umwandeln. Das Zentrace kostet 2950 €.

Jagd-Messer

Foto: Norbert Klups

Neu beim Solinger Traditionshersteller Puma ist das IP smart hunting. Der strukturierte Gummigriff sorgt für sicheren Halt und durch die auffallende Farbe ist das Messer schnell zu finden, auch wenn es auf dem Waldboden liegt. Die 110 mm lange Klinge aus 440C Stahl ist auf 55-57 HCR gehärtet. Der im Messerrücken integrierte Aufbruchhaken ermöglicht ein sicheres und sauberes Öffnen der Decke, ohne die Innereien zu verletzen. Das 223 mm lange Messer wiegt 163 g. Zum Lieferumfang gehört eine Kydex-Scheide mit Gürtelschlaufe aus Leder mit Druckknopf-Sicherung. Das neue Puma ist für 129 € zu haben.

Foto: Norbert Klups

Peltonen, bekannt für seine äußerst robusten Messer im Puukko-Stil hat nur wenige Modelle im Programm und die haben fast alle einen angespritzten Gummigriff. Jetzt gibt es den Klassiker M07 Ranger auch mit einem Full Tang Griff und Griffschalen aus nordischer Maserbirke. Die Klinge aus 14C28N ist 115 mm lang und satte 4,5 mm dick. Das Peltonen bringt 250 g auf die Waage und kostet mit der Lederscheide 199 €.

Jagd-Munition

Foto: Norbert Klups

Neu bei Winchester ist eine Subsonic Patronenserie speziell für Schalldämpferwaffen, die im Unterschallbereich geladen ist. Das extra entwickelte Geschoss soll auch bei der geringen Zielgeschwindigkeit deformieren. Aktuell gibt es zwei Laborierungen, eine .308 Winchester mit einem 185 grs. Geschoss und eine .300 Blackout mit einem 200 grs. Geschoss. Schaut man sich die Leistung an, die .308 Win. hat eine Mündungsenergie von 625 Joule, so ist klar, dass damit keine Jagd auf Schalenwild bei uns möglich ist. Die 20er Packung der .308 kostet 75,76 €

Foto: Norbert Klups

Brenneke hat drei neue Laborierungen im Programm. Eine 8x64 S mit einem bleifreiem 9,7 g TUG nature Geschoss (115 €), eine 8x68 S mit dem bleifreiem TAG Geschoss (164 €) und eine .30 R Blaser ebenfalls mit dem TAG, aber hier mit einem Geschossgewicht von 10,0 g. (154 €)

Foto: Norbert Klups

RWS erweitert die speziell für Drückjagden konzipierte Driven Hunt Patronenreihe um das Kaliber 9,3x62 und bietet die neue Laborierung mit einem 16,2 g Geschoss an. Neben der Normalversion gibt es auch eine Short Rifle Laborierung für kurze Läufe. Die 20er Packung der Standardversion kostet 131 €, die Short Rifle ist 5 € teurer.

Zubehör

Foto: Norbert Klups

Sordin nahm die IWA zum Anlass mit dem Supreme X2 das erste Modell der neuen X“-Serie vorzustellen, einem Gehörschutz der nächsten Generation. Mit einer Dämmleistung von SNR 29 dB schützt er zuverlässig vor Schuss- und Umgebungslärm, ohne wichtige Umgebungsgeräusche auszublenden. Vier wählbare Audio-Profile erlauben die Anpassung an jede Umgebung, vom Ansitz bis zum Schießstand. Der Supreme X2 wurde speziell für Jagd- und Schießumgebungen entwickelt und bietet durch die Gelkissen einen angenehmen Tragekomfort, so dass auch stundenlanges Tragen kein Problem ist.

Der X2 ist für extreme Beanspruchung konzipiert, egal ob bei Regen, Kälte oder Staub. Elektronik und Batteriefach sind hermetisch versiegelt und mehrfach beschichtet. Der High-Tech-Schutz für die Ohren kostet 349 €.

Foto: Norbert Klups

Ballistol hat ein neues Reinigungs- Schmier- und Konservierungsöl entwickelt, das die höchsten militärischen Anforderungen nach Mil-Spec-Standards erfüllt. Es löst Pulver-, Schmauch-, Ruß-, Blei- und Tombakrückstände, bietet einen dauerhaften Korrosions- und Verschleißschutz, hat eine hohe Kriechfertigkeit und hinterlässt keine klebrigen Rückstände. Es ist frei von Silikon oder PTFE und wirksam von -56°C bis +150°C. Die 200 ml Spraydose kostet 9,98 €.

Foto: Norbert Klups

Die Stirnlampe ZB9H von Zweibrüder ist mit einer intelligenten Sensortechnik ausgestattet, die eine manuelle Bedienung überflüssig macht. Die Auto Focus Technology passt die Helligkeit und den Lichtstrahl ohne manuelles Umschalten automatisch an die Umgebung an, vom breiten Flutlicht auf dunklen Wegen bis zum präzisen Fern- oder Leselicht. Zusätzlich überwacht der Sensor, ob die Lampe komplett abgedeckt ist und schaltet sich Notfalls automatisch aus. Der Lithium Akku wird über einen USB-Anschluss aufgeladen. Neben Weißlicht steht auch Rotlicht zur Verfügung. Bei höchster Leuchtstufe leistet die Lampe gewaltige 2000 Lumen, im mittleren Gebrauchsbereich 500 Lumen und als Leselampe oder in der Kanzel 30 Lumen. Das 252g schwere Leuchtwunder ist für 109 € zu haben.

Foto: Norbert Klups

Vom deutschen Hersteller Ramfelt kommt eine innovative Reinigungsschnur, die nicht einfach durch den Lauf gezogen wird, sondern durch eine drehbare Aufnahme des Wollfilzes präzise den Zügen und Feldern folgt, wie man es von einem guten Putzstock mit kugelgelagertem Griff kennt. Diese Flex Tip ist das eigentlich innovative Kernstück am Ramfelt Rope System. Denn sie sorgt dafür, dass die Reinigungsfilze beim Durchziehen durch den Lauf immer zentriert bleiben und dem Feldzugprofil folgen können. Hängenbleiben in Mündungsbremsen oder Schalldämpfern wird so auch verhindert. Anstelle des Filzhalters können auch alle Bronze- oder Polyesterborstenbürsten mit M4-Gewinde verwendet werden. Das 112 cm lange Edelstahlseil ist kunststoffummantelt und die Applikationen aus Messing, um Kratzer zu vermeiden. Hinter Ramfelt, was so viel wie Schafbock- oder auch Widderfilz bedeutet, steht der alteingesessene Filzhersteller Gebrüder Röders AG aus Soltau in der Lüneburger Heide. Entsprechend werden auch eigene Reinigungsfilze angeboten, die eine spezielle Faserstruktur mit rauerer Oberfläche haben, die Reinigungsflüssigkeiten besser aufnehmen kann. Das Reinigungsschnur mit Flex Tip kostet 47,50 €, 100 Reinigungsfilze 13,50 €.

Foto: Norbert Klups

Niggeloh bringt mit der neuen Führleine Soft Lichtblick Licht ins Dunkel. Die Leine mit dem charakteristischen Querrippen-Design hat beidseitig eine leuchtende Power-Folie im unteren Leinenbereich. Am oberen Leinenende ist eine variable Handschlaufe angebracht. Die 2 m lange und 20 mm breite Leine ist in 3 Farben lieferbar: Orange-oliv, gelb-rot und braun-beige. Die Leine ist resistent gegen Nässe und Schmutz. Der Preis beträgt 39,90 €. Norbert Klups