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ASP weitet sich in Belgien aus

Mi, 19.09.2018 - 09:55
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Mittlerweile wurden fünf Fälle bestätigt - weitere befürchtet.

Die Afrikanische Schweinpest (ASP) breitet sich in Belgien weiter aus. Das Agrarministerium der Wallonie bestätigte am Wochenende, dass drei weitere ASP-Infektionen bei verendeten Wildschweinen nachgewiesen worden seien.

Jagd- und Forstaktivitäten eingestellt

Daraufhin erließ der wallonische Landwirtschaftsminister René Collin  ein absolutes Fahrverbot für eine 63.000 Hektar umfassende Risikozone in der belgischen Provinz Luxemburg im Süden des Landes. Alle Jagd- und Forstaktivitäten wurden am Montag (17.9.) bei Strafandrohung mit sofortiger Wirkung untersagt.

Sperrzone ASP-Gebiet Belgien Wallonie
Die Sperrzone im Süden Belgien reicht bis an die französische und luxemburgische Grenze heran. Etwa 65.000 Hektar um den Ort Étalle wurden zur Sperrzone erklärt.

 

Eine Million Euro für Schutzmaßnahmen

In der Zone, die an die französische und luxemburgische Grenze heranreicht, dürfen sich ab sofort nur noch Seuchenexperten und Sicherheitskräften bewegen. Den in der Risiko-Zone befindlichen landwirtschaftlichen Betrieben ist eine Ausfahrt mit Fahrzeugen jedweder Art untersagt. Die Behörden wollen damit eine Verschleppung der Seuche über kontaminierte Transportfahrzeuge und Arbeitsgeräte unterbinden.

Belgien Wallonie Sperrgebiet ASP-Zone
Die von den ASP-Ausbrüchen betroffene Region liegt im Süden der Wallonie an der Grenze zu Luxemburg und Frankreich. Auch die Eifel ist nicht weit entfernt.


 
Die EU-Seuchenexperten rechnen mit täglich weiter ansteigenden ASP-Fällen von bis zu 400 oder 500 Wildschweinen, die in nächsten Tagen und Wochen verenden werden.
 
Am Dienstag erklärte das Landwirtschaftsministerium, dass eine Million Euro für die Bekämpfung der Seuche bereit gestellt würden. Dazu soll die Errichtung von Schutzzäunen und die kontrollierten Einkesselung der Wildschweinpopulationen beitragen. Ob das in den den dichten Mischwaldregionen und landwirtschaftlichen Flächen gelingt, wird sich zeigen.

Das berichtet das Agrarfachmagazin top agrar.

Foto: Kreis Recklinghausen