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Neue Wölfin in der Senne

Mi., 02.12.2020 - 10:40
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Vor einigen Monaten wurde das Gebiet um den Truppenübungsplatz Senne in Ostwestfalen (NRW) zum Wolfsgebiet erklärt, weil eine Wölfin die Gegend durchstreifte. Doch dann hörte man lange nichts mehr von der Wölfin.

Nun wurde die Anwesenheit einer Wölfin bei Altenbeken (Kreis Paderborn) anhand von Kot nachgewiesen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um das Tier, weswegen seinerzeit das Wolfsgebiet ausgewiesen wurde. Das berichtet der WDR.

Es handelt sich also offenbar um eine neu zugewanderte Wölfin aus einer anderen Region, die auf dem großen Übungsplatz ein wunderbares, wildreiches Biotop vorfindet.

Auf dem bis vor Kurzem von der britischen Armee genutzten Übungsplatz gibt es große Rot- und Damwildvorkommen, sowie Rehwild und Sauen.

Die Senne ist eine wildreiche Gegend in Ostwestfalen. (Foto: Reinhold Werner / pixabay.com)
In der wildreichen Senne fühlen sich Wölfe offenbar immer wieder wohl. (Foto: Reinhold Werner / pixabay.com)

 

Einige Randbereiche werden von Heidschnucken bewirtschaftet, die zum Teil der von der Wölfin gerissen wurden.

Mehrmals waren junge Rüden nur wenige Kilometer vom Übungsplatz entfernt auf Autobahnen oder an Bundesstraßen überfahren worden. Hätten sie den Weg in die Senne gefunden, gäbe es dort bereits womöglich ein Rude.

Was mit der ursprünglich ansässigen Wölfin passierte, ist unklar.

Wieder Schafsriss am Niederrhein

Unterdessen hat die Wölfin im Kreis Wesel vermutlich erneut einen Zaun überwunden und ein Kamerunschaf gerissen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, aber die Indizien legen nahe, dass die Wölfin wieder zugeschlagen hat.
 

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Dieses Schaf wurde wahrscheinlich von der als Gloria bekannten Wölfin gerissen. (Foto: Vornbrock)

 

Es wurden Abdrücke gefunden, die auf einen Wolf hindeuten (s. Foto). Außerdem wurde ein 1,65 Meter hoher Stacheldrahtzaun übersprungen, was an Haarbüscheln festzustellen ist.

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Es liegt nahe, dass dieser Abdruck zur auffälligen Wölfin gehört. (Foto: Vornbrock)

 

Erwiesenermaßen hat sich die Wölfin auf Schafe spezialisiert und dabei schon oft hohe Zäune überwunden.

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An dieser Stelle soll die Wölfin den Stacheldrahtzaun übersprungen haben. (Foto: E. Vornbrock)