NRW fördert Drohnen für Kitzrettung

Die umwelt- und landwirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Bianca Winkelmann, erklärt dazu: Rehkitze liegen besonders gern auf Wiesen im langen Gras und sind dort für Landwirte bei Mäharbeiten kaum zu sehen. Deshalb kommt es regelmäßig zu Unfällen, bei denen die kleinen Rehe häufig schwerverletzt werden und auch sterben können.

Um diese Gefahr einzudämmen, arbeiten Landwirte und Jäger  bereits lange zusammen, haben einige Maßnahmen entwickelt und in die Praxis integriert. Drohnen, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet sind, haben sich in der Praxis bewährt.

Kommentar: Erst retten, dann töten?

Im Frühjahr haben überall Jäger versucht, frisch gesetzte Kitze, Junghasen und Fasanengelege vor dem Ausmähen zu retten. Mit Lautsprechern, Wildwarnern, Drohnen, Wärmebildkameras, ungezählten Hunden und Helfern – und vor allem mit unendlich großem Einsatz. Herzblut könnte man auch sagen.

In der Regel sind die Reaktionen auf solche Bemühungen grundweg positiv, das Glück in den Gesichtern der Retter und die unfassbar niedlichen Jungtiere lassen gar keinen anderen Reflex zu: „Gut, dass Ihr Euch darum kümmert und diesen Tieren das Leben rettet !“

Kommentar: Kitze jetzt erlegen

In diesen Spätsommerwochen bietet sich Jägern oft der Anblick von Ricken mit ihren Kitzen. Die noch jungen Kitze verlieren gerade ihr Kindheits­fell, wirken schwach - und niedlich. Diese Bremse in unseren Köpfen ist hochwirksam ... und fatal zugleich.

Jedes Reh, was wir JETZT zum Aufgang des Weiblichen, nicht konsequent erlegen (warum auch immer), bleibt ja auf der To-do-Liste. Und diese Liste wird immer länger, bis die Aufforstungen aus dem Äser sind.