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Saujagd mit Pfeil und Bogen?

Mo., 04.02.2019 - 15:40
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In Brandenburg sollen Sauen in befriedeten Bezirken bejagt werden.

Die Videos von Schwarzwildrotten in Wohnsiedlungen liefen vor wenigen Wochen quer durch alle sozialen Medien. Völlig ungestört liefen die Sauen am hellichten Tage über Bürgersteige und Fahrradwege. Es war offensichtlich, dass sie sich ungestört und sicher fühlten.

Klar, dass diese Populationen mitten in der Wohnsiedlung massive Schäden an Gärten, Parks oder Sportplätzen anrichten. Eine Wiese oder ein Fußballfeld sind im kürzester Zeit umgebrochen.

Wildschweine
Sauen verursachen bereits massive Schäden in den Wohngebieten von Stahnsdorf und Kleinmachnow.

 

Da Sauen in befriedeten Bezirken nicht mit der Kugel bejagt werden können, wollen die Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow (Brandenburg) den Schwarzkitteln nun mit Pfeil und Bogen auf die Schwarte rücken. Problematisch ist nur, dass die Bogenjagd auf Schalenwild in Deutschland verboten ist. Was in den USA erlaubt ist und viele begeisterte Anhänger hat, gilt in Deutschland als nicht waidgerecht.

Trotzdem hat Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers beim Landwirtschaftsministerium Brandenburg um eine zeitlich beschränkte Aufhebung des Bogenjagdverbotes gebeten. Die Beamten baten um einen begründeten Antrag eines Jagdausübungsberechtigten - der auch gestellt wurde.

Möglicherweise wird es also bald erstmals in Deutschland eine Sondergenehmigung für die Jagd mit Pfeil und Bogen in einem befriedeten Bezirk geben. Das berichtet die Märkische Allgemeine.

Fotos: pixabay.com