Jäger sterben in Lawine

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Jäger sterben in Lawine

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Sie waren auf dem Weg zu einer Wildfütterung.

Der massive Schneefall in den Alpen hat nicht nur mehrere Skifahrer sondern nun auch zwei Jäger das Leben gekostet. Im Tennengau im Bundesland Salzburg sind zwei Jäger tot aufgefunden worden. Der Mann und die Frau waren auf Schneeschuhen unterwegs zu einer Fütterung und sind in einer Lawine gestorben.

Der 28-jährige Mann und die 23-jährige Frau aus Abtenau waren an einem Samstagsmorgen Anfang Januar auf Schneeschuhen aufgebrochen, um laut Bergrettung Reviereinrichtungen zu überprüfen und vor allem, um die Wildfütterung aufzufüllen. Das Schalenwild leidet unter den hohen Schneelagen.

Das Paar wurde in der Nähe der Schindlmaisalm in rund 900 Metern Seehöhe von einer Lawine erfasst. Sie hatten keine Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte (LVS) bei sich. Mit dieser Notausrüstung hätte eine Rettung deutlich erleichtert und beschleunigt werden können.

Zwei Meter verschüttet
Laut Bergrettung betrug die Verschüttungstiefe etwa zwei Meter. Obwohl weiterhin großen Lawinengefahr bestand, hatten 22 Bergretter aus Abtenau und Annaberg gemeinsam mit mehreren Alpinpolizisten die Suche nach den Vermissten fortgesetzt. Dabei setzen sie auch Stabsonden und Suchhunde ein.

Die Helfern fanden zuerst den Jäger, der in einen Graben geschleudert worden war, und wenig später die Frau, die von der Wucht der Lawine auf den Gegenhang gedrückt worden war. Die Helfer gruben sie aus und brachten sie ins Tal.

Handyortung grenzt Suche ein
Da es der Polizei am Samstag gelang, das Mobiltelefon des Mannes zu orten, konnten die Rettungsmannschaften das Suchgebiet stark einschränken. Ansonsten hätten sie unterschwierigsten Bedingungen ein riesiges Gebiet absuchen müssen.

Schneeschuhe
Der Jäger und die Jägerin waren auf Schneeschuhen auf dem Weg zur Wildfütterung.

 

Gewehr mit Metalldetektor gesucht
Eine Hoffnung der Rettungsmannschaft richtete auf das Jagdgewehr, das der Jäger bei sich trug. Die Bergretter hatten am Montag auch einen Metalldetektor bei sich, mit dem die Waffe geortet werden sollte, denn die Mannschaft ging schon seit dem Wochenende davon aus, dass die beiden Jäger von einer Lawine verschüttet wurden. Die Überlebenschancen galten seit Sonntag allerdings als sehr gering.

Suche wurde abgebrochen
Die beiden Jäger waren auf Schneeschuhen zur Fütterung aufgebrochen. Am Nachmittag hatte es den letzten Kontakt gegeben. Als die beiden am Abend nicht zurück im Tal waren, erstatteten die Angehörigen bei der Polizei eine Vermisstenanzeige.

Etwa eine halbe Stunde später, gegen halb Neun am Abend, stiegen Bergretter und Alpinpolizisten mit Suchhunden erstmals zur Schindlmaisalm auf. Bei stürmischem Wetter und Lawinengefahr suchten sie auch in benachbarten Hütten nach dem Paar. Sie konnten die beiden allerdings nicht finden. Gegen 23.20 Uhr wurde die Suche abgebrochen. Wegen der Lawinengefahr konnte sie am Sonntag nicht fortgesetzt werden.

Das berichtet der ORF.

Symbolfotos: pixabay.com