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ASP: Festnahmen in Belgien

Di., 12.02.2019 - 14:13
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Verdächtiger soll Sauen aus Osteuropa für Drückjagden importiert haben.

Bisher waren es nur Gerüchte, die unter Jägern kursierten: Angeblich soll die Afrikanische Schweinepest (ASP) über Sauen aus Osteuropa nach Belgien eingeschleppt worden sein. Die Sauen seien nach Belgien gebracht worden, damit bei Drückjagden genügend Sauen vorhanden sein würden.

Nun kam es in der südbelgischen Wallonie zu vorläufigen Festnahmen und Hausdurchsuchungen. Im Zuge der Maßnahmen sollen ein etwa 60-Jähriger Angestellter der wallonischen Behörde für Natur und Wald und sein Sohn vorübergehend in Gewahrsam genommen worden sein, um befragt zu werden.

Der erwachsene Sohn des staatlichen Jagdaufsehers soll laut belgischer Medien dringend verdächtig sein, Wildschweine aus Osteuropa illegal eingeführt zu haben, um sie vor großen Drückjagden auszusetzen. Darüber könnte die ASP nach Belgien gelangt sein.

Der 60-jährige Angestellte soll schon zuvor aufgefallen sein, weil er mehrere verendete Sauen gefunden und nicht gemeldet haben soll. Insgesamt ist die Rede von vier festgenommenen Personen. Das berichtet der öffentlich-rechtliche Belgische Rundfunk.

Bei Etalle war die Tierseuche ausgebrochen und dort ist sie noch immer nicht unter Kontrolle. Mittlerweile wurde die Sperrzone mehrmals vergrößert. Dennoch bewegt sich die ASP in Richtung Frankreich. Andere Theorien gehen davon aus, dass belgische Soldaten die ASP nach Manövern in Baltikum eingeschleppt haben könnten.

Foto: pixabay.com