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Brandenburg: Wolfsjagd bleibt verboten

Fr, 21.09.2018 - 14:51
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Die CDU scheiterte mit einem Antrag im Landtag.

Die Christdemokraten wollten schärfer gegen Wölfe im Land vorgehen. Dazu sollte die Wolfverordnung novelliert werden. Im Einzelfall sollten sogenannte Schutzjagden ermöglicht werden. SPD, Linke und Grüne stimmten allerdings gegen den Antrag der Union. Das berichtet der RBB.

Eine Obergrenze für die Wolfspopulation im Land und wolfsfreie Zonen wurden ebenfalls abgelehnt. Immer wieder berichten Medien über gerissene Nutztiere und Wölfe, die sich menschlichen Siedlungen nähern. Es gab sogar Fälle, in denen Wölfe Zäune übersprangen und trotz zertifizierter Herdenschutzhunde mehrere Schafe rissen.

Allein für Brandenburg geht der Geschäftsführer des Forums Natur Brandenburg, Gregor Beyer, von etwa 500 Individuen aus. Das Umweltministerium des Landes spricht von mindestens 250 Wölfen.

Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) erklärte, dass das Land den gesetzlichen Rahmen bereits ausnutze und mit der Wolfsverordnung ein Vorreiter in Deutschland sei. Die Verordnung ermöglicht eine Tötung von aggressiven Tieren nach einer Einzelfallprüfung.

Das Forum Natur Brandenburg, in dem sich verschiedene Landnutzerverbände zusammengeschlossen haben, nannte die Wolfverordnung im August "ziellos, visionslos, kraftlos." Erst habe der Minister öffentlich erklärt, dass der günstige Erhaltungszustand beim Wolf in Brandenburg erreicht sei und wenig später legte er ein Papier vor, in dem das Gegenteil stünde.

Foto: pixabay