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Kleiner Kontrollschieß-Knigge

Do., 30.04.2020 - 11:10
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Schießstände zu – was nun? Solange dieser Zustand anhält, entfallen nicht nur alle dort sonst stattfindenden Disziplinen der Jägerprüfung, sondern leider auch die Möglichkeit, vor der beginnenden Frühjahrsjagd seine Waffe kontrollzuschießen. Von Matthias Kruse.

Damit steht jeder Jäger nun vor Aufgabe, diese aus Gründen des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit unabdingbare Kontrolle im Revier durchzuführen, bevor man mit seiner Waffe wieder auf Tiere anlegt.

Im Revier erlaubt ist lediglich das sog. Kontroll-Schießen, also die Überprüfung der (ansonsten bereits eingeschossenen) Treffpunktlage. Dieses sollte mit wenigen Schüssen (auf jeden Fall unter 10) erledigt werden.

  • Dazu sollte man sich einen eher abgelegenen Revierteil aussuchen – und dieses vielleicht auch nicht gerade, wenn am Wochenende nachmittags mit zahlreichen Spaziergängern zu rechnen ist. Großeinsätze der Polizei in den letzten Tagen haben leider verdeutlicht, mit welchen Konsequenzen man ansonsten zu rechnen hat, wenn besorgte Erholungssuchende wegen „Schießübungen“ die 110 wählen …
  • aus Gründen des v. a. zu diesem Zweck maximal möglichen Kugelfangs sollte man das Kontrollschießen am besten vom Hochsitz aus durchführen – also nicht etwa vom Dach oder der Motorhaube eines PKW,
  • solang die Schießstände noch geschlossen sind, wäre es sicher auch sinnvoll, das Kontroll-Schießen wenn möglich mit Schalldämpfer durchzuführen,
  • sollte wegen Optik-, Montage- oder Laborierungswechsel ein komplettes Neu-Einschießen nötig sein, bleibt derzeit nur ein Büchsenmacher mit unterirdischem 100m-Tunnel.