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Steyr ProHunter
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Mein erstes Praxis-Gewehr - die Steyr Mannlicher Pro Hunter Kaliber
.308 In den vergangenen Monaten hatte ich Gelegenheit, eine der interessantesten Repetierbüchsen unserer Zeit im Revier zu führen. Ich werde Ihnen ausführlich über diese Jagdwaffe in Wort und Bild berichten. Natürlich begleitete mich die neue Büchse auf dem nächsten Reviergang. Sie hat alle die Features, die mich an einer hochpräzisen und robusten Büchse für die Jagdpraxis begeistern. Ich stelle Ihnen die Hunter Pro ausführlich vor.
Ein Kurz-Porträt: Die Gesamtansicht zeigt schon die wichtigsten Besonderheiten dieses Gewehrs. Der Schaft ist aus robustem Kunststoff. Mit Schafteinlagen kann der Schaft den Maßen des Jägers angepasst werden. der Pistolengriff ist dank seiner Handballenmulde besonders ergonomisch, also griffig. Der Vorderschaft ist an der Unterseite flach gehalten und erlaubt so eine perfekte Auflage auf Hochsitzbrüstungen. Das Magazin fügt sich in diese Ergonomie ein. Es ist als Kastenmagazin für 4 Patronen ausgelegt. Mit einer Patrone im Lauf ist die Waffe dann 5-schüssig. Die lang gezogenen Griffmulde im Vorderschaft sorgt für sicheren und führigen Griff der Pro Hunter. Der Abzug liegt passgenau zum Schaft. Je nach Gewohneit kann mit Flintenabzug oder Rückstecher geschossen werden. Schloss und Lauf sind tief in den Schaft eingebettet. Der Verschluss verriegelt ähnlich den zuverlässig sicheren 98ern. Die drei Sicherungspositionen garantieren höchste Sicherheit bei praktischem Gebrauch. Die Waffe ist mit einem Kahles 6x42 Glas versehen, das mit der Original-Steyr-Schwenkmontage tief auf dem System montiert ist. Vor dem Hintergrund aller denkbaren erhältlichen Zielfernrohre und Dot-Visieren verzichtet die Pro Hunter auf Kimme und Korn. Die Riemenbügel sind klapperfrei und auch für breite Gewehrriemen ausgelegt. In den beiden nächsten Wochen gehe ich detailliert auf die Waffe und natürlich auch auf ihre Schussleistung ein. Vorab die ersten Bilder:
Für die Revierpraxis ist die Steyr Pro Hunter eine perfekte Begleiterin. Der Schaft ist aus robustem Kunststoff gefertigt, das Oberlächenfinish bietet besten Schutz gegen Beschädigung, Feuchtigkeit und Rostanflug. Das matte Finish ist reflexarm und damit auch dann für den Ansitz geeignet, wenn die Sonne noch am Himmel steht. Ich persönlich habe das 4 Patronen fassende Kunststoff-Magazin schätzen gelernt, mit dem die Waffe auf 5 Patronen munitioniert werden kann. Genug Feuerkraft, um auch für Drückjagden gut gerüstet zu sein. Eine Besonderheit ist die zweite Raste, die verhindert, dass ein nicht korrekt eingesetztes Magazin verloren gehen kann. Ich selbst habe diese Raste jedoch nie benötigt, weil die doppelten Hauptrasten seitlich so angebracht sind, dass sich das Magazin gar nicht von selbst lösen konnte. Dennoch ist diese doppelte Magazinsicherung eine zusätzliche Beruhigung für rauen Einsatz. Die Sicherung ist ein weiteres Argument für die Pro Hunter. Die Dreistellungssicherung erlaubt es, die Waffe in gesichertem Zustand zu laden und zu entladen. Diese erweiterte Sicherheit lernte ich in der Jagdpraxis vielfach schäzen. Wenn Sie die geladene Waffe entladen wollen, schieben Sie einfach den Sicherungsschieber in die gesicherte mittlere Position und schon können Sie ihre Waffe entladen, ohne fürchten zu müssen, dass Sie oder Ihr Hund an den Abzug kommen könnten und der Schuss bricht. Natürlich wollen Sie auch wissen, wie sich die Waffe schießt und wie sie schießt. Die von Steyr Mannlicher zur Verfügung gestellte Pro Hunter war eingeschossen mit Hirtenberger Patronen. Weil ich im Umkreis von 50 Kilometern keine entsprechende Munition erhalten konnte, bat ich RWS um Hilfe und erhielt spontan 3 Schachteln mit den neuen Bionic- und Evolution-Geschossen im Kaliber .308 Winchester. Beim Probeschießen unter Revierbedingungen zeigten sich Waffe, Montage, Glas und Munition von ihrer besten Seite. Ein vergleichbar gutes Schussbild habe ich bisher noch nicht geschossen. Auf abgeschrittene 100 Meter lagen jeweils 3 Schuss je Munitionssorte in einem Kreis von weniger als 2 cm Durchmesser. Extra für die Probeschüsse habe ich mir eine erste Anschuss-Scheibe entworfen und auf einen Karton geklebt. Sie sehen links oben die Schussgruppe der Evolution-Geschosse, rechts die Schussgruppe der Bionic-Geschosse. Ein Kästchen misst 2x2 cm. Die Schussgruppen liegen so dicht beieinander, dass man guten Gewissens beide Patronensorten je nach Anlass auf Entfernungen bis 100 Meter ohne Zielfernrohr-Korrektur schießen kann. Es gibt sicherlich Schützen, die das noch besser können. Für mich waren die beiden Kleinserien, die jeweils ohne Pause hintereinander geschossen wurden, jedoch Ausdruck höchster Präzision und Praxistauglichkeit. Weil die beiden Schuss-Gruppen nur geringfügig vom Zentrum abwichen, verzichtete ich darauf, die Waffe auf eine der beiden Munitions-Chargen einzuschießen. Die Abweichung zum Zentrum war so minimal, dass ich auf jagdliche Entfernung einige Stücke Wild zur Strecke bringen konnte. Dabei zeigte die verwendete Munition verlässliche Wirkung. Mehr zur Wirkung der Munition berichte ich aber erst, wenn ich eine deutlichere Aussage hisichtlich ihrer Wirkung machen kann. Leider konnte ich kein Stück Schwarzwild durchs Zielfernrohr fotografieren. Der Stammabschnitt an der Suhle hat jedoch das Format eines mittleren Stückes. Sie sehen, das 6-fache Kahles-Glas mit Absehen 4 lässt zentimetergenaue Schüsse auf Schwarzwildentfernung zu. Ansprechen und Schießen sind bis in die späte Dämmerung jagdlich vertretbar. Mit bester Erinnerung schickte ich die ProHunter an Steyr zurück. August 2006 Nach und nach werde ich Ihnen auch andere Büchsen aus dem Programm von
Steyr-Mannlicher vorstellen.
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