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Jagdwild
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Auf diesen Seiten berichte ich vom jagdbaren Wild, insbesondere vom Wild in unserem Revier. Kommen Sie mit hinaus ins Revier. Die Aufnahmen haben in aller Regel nicht die Qualität der Aufnahmen professioneller Wildfotografen. Ich schieße die Aufnahmen unter meist schwierigen Lichtbedingungen auf Pirsch und Ansitz und dazu auf Entfernungen, bei denen das Wild nicht gestört wird. Neugierig beäugt mich dieses Schmalreh aus der Deckung des
Weizenfeldes. Im Schutz der Getreidehalme glaubt sich dieses Schmalreh absolut sicher. Diese Aufnahmen gelangen mir auf eine Distanz von sechs, sieben Metern. Nach 10, 12 Aufnahmen wurde das Schmalreh doch langsam misstrauisch und sprang ab in das nahe Maisfeld. Die lauscherhohen Stänglein und viel Raum zwischen den Lauschern lassen auf einen gut veranlagten Jährlingsbock schließen. Der kann sein Leben noch ein paar Jahre genießen. Frischlinge Anfangs dachte ich an einen jagdlichen Fehlschuss, als die sieben Frischlinge ohne Bache an der Kirrung aufkreuzten. Vor einigen Tagen konnte ich die kleinen Kerle aber dann doch zusammen mit ihrer Mutterbache beobachten, allerdings wegen des fehlenden Lichtes nicht mehr fotografieren. Bei den Frischlingen handelt es sic um eine kesse aber auch sehr lebenstüchtige Bande. Tag für Tag dehnten sie ihre Streifzüge rund um den Einstand ihrer Mutter im Hintergrund aus. Dabei verhielten sie sich schon wie erfahrene Schwarzkittel. Sie sicherten, windeten, drängten sich zusammen oder sprengten blitzartig auseinander, wenn sie Gefahr vermuteten. Ich habe sie manche vergnügliche Stunde beobachtet, aber auch daran denken müssen, dass wir uns in nicht ferner Zeit im Mais als "Feinde" gegenüberstehen werden. Dort hinten in den hohen Fichten ist eine der Kirrungen angelegt. Über Sommer nutzen wir die Kirrungen fast ausschließlich als Ablenkungsfütterung. Diese Haltung hat sich bewährt und Wildschaden im Frühjahr vermieden. Schon am frühen Abend stellten sich hier die Frischlinge ein und knabberten an den ausliegenden Maiskörnern. Ist es nicht herrlich, wie der kleine Kerl auf dem rechten Bild zur
Ansitzleiter hin sichert ? Bei genauem Hinsehen, können Sie den 2. Frischling von rechts schon als Schecken ansprechen. Schecken sind im Südwestteil des Reviers häufiger als schwarze Sauen. Ich denke, das geht noch bis vor 100 Jahren gebräuchliche Schweinehutung zurück. Starke Sauen im Revier zu fotografieren, ist zumindest im Augenblick so gut wie unmöglich. Deshalb greife ich bei starken Sauen auf Bilder zurück, die ich im Weilburger und im Braunfelser Tierpark aufnehme. Immer wieder fährten wir Rotwild in unserem Revier, gelegentlich kommt Rotwild auch zum Anblick, ein Stück Kahlwild kam auch schon zur Strecke, doch Aufnahmen vom Rotwild gelangen mir bisher nicht. Deshalb greife ich vorläufig auf Bilder zurück, die ich nicht weit entfernt von unserem Revier im Weilburger Tierpark aufgenommen habe. Bilder vom Hasen sind so selten zu schießen, wie der Hase inzwischen in unserem Revier vorkommt. Früher galt das Revier als ein hervorragendes Hasenrevier für Taunus-Verhältnisse. Fünfzig, sechzig Hasen waren für die herbstlichen Treibjagden die Regel. Heute hat sich viel geändert. Hasen treten vereinzelt auf, Flugwild kommt nicht mehr vor. Dafür haben andere den Platz von Hasen, Rebhühnern und Fasanen eingenommen. Oben am Hühnerküppel gibt es in allen Ecken und Winkeln Kaninchen. Ein kaninchenbegeisterter Jäger hat sie in früheren Jahren einmal ausgesetzt. Dank der günstigen Standortbedingungen konnten sie sich über Jahrzehnte halten. Füchse sind die auffälligsten und am häufigsten anzutreffenden Vertreter des Raubwildes in unserem Revier. Neben Fuchs und Dachs kommen Wiesel, Baum- und Steinmarder vor. In einigen Revierteilen scheint auch die Wildkatze heimisch zu sein. Bei günstigem Schnee stößt man gelegentlich auf ihre Spuren. Ebenso wie die Wildkatze, lassen sich in einzelnen Revierteilen auch Waschbären fährten. |