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Im Jagdrevier
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Nach und nach schreibe ich die hier mit den Bildern und Texten der
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Das Ende des Jagdjahres 2009/2010 war bestimmt durch einen ungewöhnlich schneereichen Winter. Aufaddiert sind im Laufe der letzten 6 Wochen annähernd 70 cm Schnee Gefallen. So viel Schnee habe ich in den 65 Jahren, die ich nun alt bin, in unserer Region im nördlichen Taunus noch nicht erlebt. Selbst Ende Februar misst der Schnee in vielen Bereichen des Reviers noch 20-30 Zentimeter. Die Schneelage ist inzwischen zusammengesunken und so fest gefroren, dass ich mit meinen gut 95 Kilogramm Gewicht nur ausnahmsweise einsinke. Für das Wild herrscht jetzt Notzeit. Das Jagdjahr 2009/2010 war weniger erfolgreich als das vorhergehende Jagdjahr. Der Start schien erfolgreich, konnten meine Jagdfreunde bis Frühsommer noch 4 schwache Jährlingsböcke und auch drei mehrjährige Böcke erlegen. Doch dann wendete sich das Blatt. Noch vor der allgemeinen Jagdzeit erfüllten der Straßenverkehr und streunende Spaziergängerhunde den restlichen Abschuss. Dass die Schwarzwildstrecke in diesem Jahr geringer ausfallen würde als im vergangenen Jahr, war zu erwarten. Weil der Bestand nach den 3 Jagden des letzten Jahres auf wenige Stücke reduziert war, verzichtete ich auf den Sommerabschuss und setzte auch nur ein kleines Treiben in einem abgelegenen Revierteil an, in dem ein Stück Schwarzwild zur Strecke kam. Wenn möglich, plane ich eine weitere kleine Jagd, begrenzt auf Frischlinge, wenn diese im Laufe des Januar zweifelsfrei in einer der großen Dickungen bestätigt werden können. Ein wenig besser sieht es in diesem Jahr mit Rotwild aus. Es kam zwar kein Rotwild zur Strecke, doch zeigte sich mehr Rotwild als in früheren Jahren. Erstmals in 5 Jagdjahren konnte ich in diesem Jahr ein Alttier mit Kalb beobachten. Ich hoffe, dass beide das Jagdjahr überleben. Dazu beziehen regelmäßig drei Hirsche die Dickungen des Reviers als Einstand, die für einen Abschuss zu gut veranlagt sind, als Erntehirsche aber noch nicht reif sind. Erfreulich hat sich der Besatz an Hasen entwickelt. Auch Kaninchen sind in Teilen des Feldreviers reichlich anzutreffen. Neben einer Reihe von Füchsen konnte auch ein Dachs erlegt werden. Anderes Wild spielt im Jagdrevier keine Rolle. Im Augenblick gilt mein Hauptaugenmerk den zahllreichen Spaziergängern mit Hunden, die dem Wild in der Feldgemarkung und am Waldrand kaum noch Raum lassen. Darunter die Inhaberinnen von zwei Hundeschulen, die täglich mehrfach mit ihren Hunderudeln das Feldrevier abstreifen. Von 6 Stücken Rehwild weiß ich zuverlässig, dass sie im Laufe des Jahres durch Spaziergängerhunde ums Leben kamen. Noch einen Tag vor Weihnachten musste ich ein kräftiges Kitzböckchen von seinen Qualen erlösen, das von einem Hunde, 'der so was noch nie gemacht hat' niedergerissen wurde. Mein Problem, das auch Ihres sein dürfte: Hunde dürfen -sofern nicht anders in der Gemeinde verordnet - außerhalb des Ortsbereichs frei laufen. Eine begrenzte Hilfe ist das Naturschutzgesetz, das die Besucher auf die Wege verweist. Weil gesetzliche Hilfe fehlt bzw. widersprüchlich ist, heißt es erst einmal, an die Vernunft der Hundehalter zu appellieren und sich dann den eigentlichen Sündern zuzuwenden. In den nächsten Tagen und Wochen steht auch wieder eine Überarbeitung der Jagdpraxis.de an. Ich habe sie vernachlässigt, weil ich mit aller Kraft an meiner www.Lese-Grundschule.de gearbeitet habe. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein persönlich und jagdlich gutes Jahr 2010. Herzlichst, Ihr Wolfgang Heller
Wegen der hohen Schneelage und der Tatsache, dass den ganzen Sommer und Herbst über nur gelegentlich einzelne Sauen im oberen Weinbachtal gefährtet werden konnten, hatte ich das westliche Revier in der zweiten Hälfte 2009 ein wenig aus den Augen gelassen. Dazu glaubte ich mich sicher, dass die Sauen während langen Frostzeit nicht in den Wiesen brechen würden. Das erwies sich jedoch als fataler Irrtum. Die hohe Schneelage hatte wohl verhindert, dass der darunter liegende Boden fror und so haben die Sauen ganz munter in der zweiten Januarhälfte weite Teile des Wiesentals umgedreht.Ein schneller Ansitz mit einem in den Schnee gestellten Gartenstuhl ließ mich die Sauen zwar hören, aber nicht zu Gesicht bekommen. Eine für den nächsten Tag mit 4 Freunden angesetzte kleine Drückjagd verlief ergebnislos. Die Sauen hatten sich in der Nacht ins Nachbarrevier zurückgezogen, von wo sie, so berichtete einer der Jäger, von einer hohen Schieferhalde unserem stillen Treiben ganz cool zusahen.
Nachdem der Schnee getaut ist, kann man den Schaden jetzt genauer besehen und vor allem auch beseitigen. Die Sauen haben zwar an vielen Stellen gebrochen, doch ist der tatsächliche Schaden weitaus geringer als der auf den ersten Blick sich darbietende Schaden. Bei der Glättung der Schadstellen im unteren Tal zeigte sich, dass der Schaden sich optisch bis zu 10 x größer darstellt, als er tatsächlich ist. Die Schadstellen wirkten so groß, weil die Sauen den Aushub von 5 Quadratmetern auf über 50 Quadratmeter verteilt hatten. Weil ich weiß, dass es vielen Revieren mit Schwarzwild ähnlich geht, habe ich während der Wiederherstellung der Flächen über einen praktischen Leitfaden zum Thema Wildschaden nachgedacht. Mit dem Material, das ich inzwischen gesammelt habe schreibe ich bis zum Frühsommer ein Booklet aus der Jagdpraxis über Wildschaden. Der Titel steht schon. Die Bilder werden noch ausgetauscht. Erst will ich jedoch die Wiese wieder glätten, die Schadstellen nachsäen und festklopfen. Zur ersten Mahd wird von dem Schaden nichts mehr übrig sein. Abschluss des Jagdjahres 2008/2009
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Wenn man von einer Sache spricht und über eine Sache schreibt, muss das
fundiert und glaubwürdig sein.
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die HK SLB 2000:
wolfgangheller @ jagdpraxis.de - D 35789 Weilmünster 06472-2227
Zwei Jäger, ein Hund und drei Sauen im November Gesellschaftsjagd war es keine, die kleine Jagd Anfang November im Revier meines Jagdfreundes. Aber mindestens so spannend und dazu auch noch sehr erfolgreich. Morgens bei der Revierfahrt zog es Champ, seine Kopovbracke, unwiderstehlich zu einer kleinen Schwarzdornhecke nur wenige Meter seitab vom festen Feldweg. Nur widerwillig ließ sich der Hund abrufen. Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass Sauen in der Hecke steckten. Während der Mittagszeit erreichte mich der Anrauf meines Freundes. Wir verabredeten uns für 15.30 Uhr, um nur kurz nach den Sauen zu sehen. Ich platzierte mich auf dem Wechsel von der Hecke zum Wald, mein Freund oberhalb der Hecke, um einen weiteren möglichen Wechsel abzuschneiden. Schnell war die Heckler und Koch geladen und schussbereit. Nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten, kam die Zeit für den Hund. Ohne zu zögern drang er in das Gewirr von Schwarzdörnern und vereinzelten Ginsterbüschen ein. Es dauerte nur Sekunden, bis es in der Hecke polterte. Die Sauen wichen aus und versuchten den Hund abzuschütteln. Schon stand der erste Frischling vor der Hecke. An Schießen war wegen der kurzen Distanz zu Hecke und Hund nicht zu denken. Sekunden später teilten sich die Ginstern und gaben zwei Sauen frei. die dem nahe gelegenen Wald zustrebten. Die Kopov-Bracke gleich dahinter. Während er die Bache verfolgte, näherte sich von hinten ein Frischling. Champ gab die Verfolgung der Bache auf und trieb den Frischling in der Manier eines Border-Collies zurück in die Hecke. Drinnen drehte sich das Karussell von Sauen und Hund. Plötzlich suchte auf etwa 30 Meter von mir ein Frischling sein Heil in der Flucht in den Wald. Ein zweiter folgte. Den nahm ich ins Visier. Mein erster Schuss fiel zu hastig. Vorbei. Der zweite Schuss packte den Frischling. Er brach im Lauf zusammen. Nach und nach trieb der Hund weitere Frischlinge aus der kleinen Dickung. Hätte ich nicht immer zwei Schuss für einen Frischling gebraucht, hätte ich 6 Frischlinge erlegen können. So waren es 'nur' drei, mehr als ich jemals bei einer Jagd erlegt habe. Weil Champ nicht nur ein hervorragender Stöberer ist sondern auch ein geprüfter Schweißhund ist, konnten wir schnell ausschließen, dass eine der noch beschossenen Sauen angeschweißt war. So war uns dank eines guten Hundes ein außergewöhnlicher Jagdtag beschert.
Anfang Oktober. Zunehmender Mond. Leicht bewölkter Himmel. Die Sauen besuchen jeden Abend die ausgedehnten Maisschläge. Einzelne Sauen stecken schon seit Wochen im Mais. Weil aber fürs Wochenende Drückjagd im Wald angesagt ist, bleiben die Felder unberührt. Nur den stillen Ansitz gönne ich mir in den letzten Tagen vor der Jagd. Seit acht Uhr abends sitze ich auf der kleinen Maiskanzel am Grubenfeld. Die waldseitige Hälfte des Feldes ist gehäckselt. Ich rechne mir gute Chancen aus, Sauen, die aus dem Wald übers blanke Feld in den Maisschlag einwechseln wollen abpassen zu können. Fast 4 Stunden währt der Ansitz schon, ohne dass ich auch nur ein Stück Wild sehe. Gegen Mitternacht höre ich im Halbschlaf einen knackenden Maiskolben. Ich reibe mir die Augen. Etwa 60 Meter in Richtung des Dorfs sehe ich einen dunklen Fleck auf dem abgeernteten Maisfeld. Im Nachtglas erkenne ich ein mittelstarkes Stück Schwarzwild. zwischen den abgeernteten Maisstoppeln direkt am Schlag. Die Form weist auf einen starken Überläufer hin. Das Gewehr anlegen, das Ziel suchen und schießen war nur eine Frage von Sekunden. Im Knall bricht das Stück zusammen. Sekunden später liegt es reglos da. Die Kugel hat es mittig gefasst. Sie saß aber etwas hoch, so dass die Wirbelsäule von unten angerissen war. Ein wenig Wildbretverlust nehme ich gerne in Kauf, wenn das Stück dafür im Knall liegt. Fast wäre diese Nacht die Nacht der Nächte geworden. Ich hatte noch zweinmal Anlauf, kam aber nicht mehr zu Schuss. Ich verkniff mir angesichts der geplanten Drückjagd auch, eine im Schatten des Waldrandes auf dem Maisfeld rumorende Rotte anzugehen. Zwei Tage später war Drückjagd. Nach einem enttäuschenden Start trafen wir dann in den Buchenrauschen auf die große Rotte. Wie es ausging berichte ich in den nächsten Tagen.
Am vergangenen Wochenende war ich bei Freunden in ihrem Waldrevier im Taunus eingeladen. Mehrere Reviere wurden zur gleichen Zeit bejagt. Nach Begrüßung, Freigabe-Regelung und Standeinteilung machte ich mich auf den Weg zu meiner Ansitzkanzel. Mit einer Bodenhöhe von 3 Metern stand sie in einem Buchenbestand mit auflaufender Naturverjüngung. Die Kanzel stand ein wenig abseits der großen Einstände, ließ aber erwarten, dass durchaus Wild durch die weiten Buchenverjüngungen ziehen würde. Nachdem ich die Kanzel bezogen hatte, richtete ich mich ein. Das inzwischen geladene Gewehr kam in die linke Ecke, Fotoapparat und Fernglas griffbereit auf die rechte Bankseite. Dann leuchte ich das mögliche Schussfeld einmal durch das Zielfernrohr ab. Dabei grenzte ich auch meinen Schussbereich ein. Für einen sauberen und sicheren Schuss sollte man unbedingt vorher eine gedachte Linie ziehen, innerhalb derer man gefahrlos und auch sauber schießen kann. So kann man den Kopf schon vorher auf kommende Situationen einstellen und wird nicht überrascht oder gar zu leichtsinnigen Schüssen verleitet. Inzwischen hatten sich die Treiber die erste Dickung vorgenommen. Es dauert eine Weile, bis die Hunde erstmals Laut gaben und bis schließlich der erste Schuss fiel. Auf den ersten Schuss hin erhob sich vor meiner Kanzel ein Hase, der langsam sichernd der nächsten Deckung zustrebte. Inzwischen war überall Hundegeläut zu hören. An die dreißig Schüsse waren gefallen, als das Treiben stiller wurde. es sah fast so aus, als sollte ich ohne Schuss und Beute nach Hause gehen. Eine halbe Stunde vor dem festgelegten Ende der Jagd hörte ich leises Knacken und Rascheln im Buchenlaub. Ganz unbekümmert trollte ein einzelner angehender Überläufer auf Schrotschussweite an meiner Kanzel vorbei und strebte der nächsten Dickung zu. Dank guter Vorübubng war die Büchse im Nu aufgelegt, angeschlagen und ausgerichtet. Langsam fuhr ich dem Überlaufer nach, überholte ihn, wartete noch zwei Buchstämme ab und ließ die Kugel fliegen, als er auf die Lücke zwischen den nächsten Stämme kam. Mit einem leisen Klagen brach er in der Fährte zusammen und rührte sich nicht mehr. Das war spätes Weidmannsheil, dachte ich bei mir und richtete mich auf das Ende der Jagd. Es wurde ein ingesamt erfolgreicher Jagdtag. 12 Sauen und ein Schmaltier lagen am Nachmittag auf der Strecke, die anschließend ausgiebig gefeiert wurde. Die Nachsuche am Nachmittag und eine weitere Nachsuche am nächsten Vormittag erhöhten die Strecke auf insgesamt 18 Sauen und ein Schmaltier. Das war der Blick über die linke Kanzelbrüstung, ... und das der Blick über die vordere Kanzelbrüstung und den Kanzelaufstieg. Die mentale Einstellung auf den Schussbereich hat sich bewährt.
Anlässlich der Jagd habe ich auch ein einfaches Patent für sicheres und bewegliches Schießen ausprobiert - den Schieß-Gurt. Nur wenige Jäger können in allen Lagen sicher freihändig schießen. Ich zähle nicht dazu. Insbesondere beim Punktschuss von der Kanzel schätze ich eine sichere Auflage des rechten Armes. Im eigenen Revier kann man sich die Kanzeln und Leitern schussgerecht bauen und einrichten. In fremden Revieren trifft man nicht immer ideale Schießbedingungen an. Da kann man sich schon einmal mit einem Schießstock oder Walking-Stock helfen. Ein solcher Stock erleichtert das angestrichene Schießen. Er kann aber auch als Behelfsauflage für den rechten Arm auf die Kanzelbrüstung gelegt werden oder zwischen den Kanzelwänden eingespannt werden. Einen Nachteil hat der Schießstock. Er ist auch in Teleskopausführung immer etwas sperrig und oft auch einfach zu laut. Kleiner, leichter und in den meisten Fällen als Schießhilfe überlegen ist ein Schießgurt. Es gibt sie als Schießgurt zu kaufen. Ein einfacher Spanngurt für ein paar Euro tut es aber genau so gut. In geschlossenen Kanzeln ziehe ich ihn über eines der Dachhölzer. Es reicht auch, ihn an einem der Tragpfosten zu befestigen. Und wenn es nur eine flache Brüstung gibt, stelle ich den rechten Fuß in die Schlinge und hole mir die richtige Schusshöhe über die Spannung des Gurtes. Das klappt prima. Unter Zug ist der Gurt so stramm, dass man die Schusshöhe perfekt einhalten kann. Und dank des Spannradius des Gurtes, kann man auch wunderbar mitfahren. Ein paar Bilder verdeutlichen das. Eine gute Hilfe für den präzisen Schuss von fremden Ansitzen ist der Schieß- oder Wanderstock. Er dient als Anstreichhilfe oder Auflage für den Schussarm. Besonders präzise Schüsse auch auf weitere Distanzen sind mit einem zum Schießgurt umfunktionierten Spanngurt möglich. Die hintere Höhe des Gurtes lässt sich dank der Klemme perfekt und stabil einstellen. Man kann den Gurt so einstellen, dass entweder der Schussarm oder auch der Gewehrschaft eingehängt ist. So ist die perfekte Einhaltung der Höhe garantiert. Die Feinjustierung erfolgt über die Hand, die den Vorderschaft hält oder ihm als Auflage dient. So sind wie im Schussgestell, besonders präzise Schüsse auch bei Kanzeln ohne vernünftige Auflage möglich.
Im Augenblick können wir uns vor Sauen kaum retten. Den Fährtenbildern nach halten sich zur Zeit an die fünfzig Sauen im Revier auf. Darunter auch mehrere Keiler. Zwei angesetzte Drückjagden blieben ohne Erfolg. Bei der dritten Drückjagd stießen wir auf eine der vier Rotten. Sie hatte sich durch ihre Wechsel über den asphaltierten Wirtschaftsweg verraten. 2 Hundeführer, 3 Kopov-Bracken, eine Finnen-Bracke und eine Wachtelhündin räumten das Maisfeld. 6 Sauen kamen zu Strecke. Ein Keiler, der oben abseits der Maisschläge in einer Schwarzdornhecke lag, entging ganz knapp der Kugel..
Immer dabei: Die HK SLB 2000. Kurz und führig !
Am vergangenen Freitag kontrollierte ich das Rehtälchen am Eingang des Reviers. Einige dunkle Flecken auf der Wiese ließen schon von der Straße aus vermuten, dass Sauen dort anfingen, die Wiese umzudrehen. Bei näherem Hinsehen zeigte sich denn auch, dass sie schon an vielen Stellen begonnen hatten, die Wiese auf den Kopf zu stellen. Ausgetretene breite Wechsel und viel abgstreifter Schlamm wies drauf hin, dass sich die Sauen hier seit einiger Zeit eingerichtet hatten. Der Platz war ideal. Mitten ein schmales feuchtes Wiesental und rechts und links ausgedehnte Dickungen. Eine davon im Nachbarrevier. Nach Absprache mit einem Freund verabredeten wir dann für Samstag ein kleines Saudrücken, das vor allem dem Training der beiden jungen Kopov-Bracken dienten sollte. Zu fünft gingen wir dann am Samstag auf die Jagd. So heißt das hier bei uns im Taunus. Drei von uns standen an den Wechseln, die anderen beiden tauchten mit den beiden dreivierteljährigen Kopovs im Dickicht unter. Zu hören war lange Zeit nichts. Einige hundert Meter weiter fiel schließlich ein Schuss. Kurz darauf wechselten knapp hundert Meter oberhalb von mir zwei Sauen über die Hangkante. Nur Sekunden später fiel erst ein Schuss, dann ein zweiter. Eine halbe Stunde später kehrten auch die beiden Hundeführer zurück. Einer von ihnen hatte einen Frischling geschossen. Zwei weitere Frischlinge waren von den angestellten Jägern erlegt. Die hatten denn auch eine berechtigte Frage an mich: 'Warum hast du denn nicht geschossen ?' Dort, wo ich mich ursprünglich anstellen wollte, war der Rest der Rotte quer über die Wiese auf dem ausgetretenen Wechsel ausgewechselt. Hätte ich mich nicht selbst ins Abseits gestellt, hätten vielleicht noch eine oder zwei Sauen mehr erlegt werden können. Das gute Ergebnis und die drei sauberen Schüsse versöhnten aber. Mit der einsetzenden Dämmeung ging ein ereignisreicher Nachmittag zu Ende.
Nachdem inzwischen die Mehrzahl der Maisfelder abgeerntet sind, kann ich mir jetzt endlich wieder die Zeit nehmen, das Revier Stück für Stück mit dem Hund abzulaufen. Die verbliebenen 4 Maisfelder kontrolliere ich während der Anfahrt ins Revier.Wer mit aufmerksamen Augen durchs Revier geht, sieht Vieles, was man vom Auto zwangsläufig übersieht. So sind mir die Maisäcker am liebsten: Abgeerntet als Fotokulisse. Nachdem ich mich in den vergangenen beiden Monaten fast nur noch rund um die ausgedehnten Maisflächen und ihnen bewegt habe, war der erste Gang durch die herbstlich gelben Wälder ein ganz neues Erlebnis. Dort wo Eichen wachsen, liegen die Eicheln wie gesät unter den Ästen. Eine reiche Mahlzeit für das Wild, insbesondere für die Sauen. Alle Jäger und Forstleute, mit denen ich mich unterhalte, fürchten, dass es im kommenden Jahr wieder eine Sauenexplosion gibt. Die Vielzahl der Frischlinge, die dieses Jahr mangels Schnee den Winter und die winterlichen Jagden überlebt hat, wird nach Ansicht meiner Gesprächspartner im kommenden Jahr zu einem starken Anstieg der Population führen. Die Kombination von Eicheln und zahlreichen Gebrächstellen im Revier zeigt, dass die nimmermüden Schwarzkittel zur Zeit übers ganze Revier verteilt sind. Dabei kann ich noch von Glück sagen, dass die Sauen noch bevorzugt im Wald brechen und nur ganz vereinzelt in den Wiesen. Bei vielen Nachbarn in den Revieren zur Lahn hin, sehen die Wiesen schon ziemlich mitgenommen aus. Eicheln sind nun mal das beliebeste Futter für unsere Sauen. Leider wächst mit dem Eichelangebot auch der Appetit auf tierisches Eiweiß. Und das findet sich besonders leicht in den Wiesen.
So bin ich denn auch froh, dass die Sauen im Revier noch ausreichend tierisches Eiweiß im Wald und auch auf den Wildäckern finden. Auffällig ist, dass die Sauen seit einigen Wochen die Suhlen wieder intensiver annehmen. Vielleicht hängt es mit den beiden letzten trockenen Wochen zusammen. Ein guter Teil des Suhlenwassers ist verdunstet oder versickert. Der fester gewordene Schlamm eignet sich wohl wieder besser zum Suhlen als die Wasserpfützen des Sommers. An den Malbäumen lese ich ab, dass bei einer Abstreifhöhe von 70, 75 Zentimetern auch einige stärkere Stücke durchs Revier ziehen. Die Mehrzahl der Fährten deutet aber auf Frischlinge zwischen 10 und 20 Kilogramm hin.
Auch auf den Wildacker sind die Sauen zurückgekehrt. Wenn es im Augenblick auch eher ein Wilder Acker als ein Wildacker ist, ziehen steht überall das Gebräch der Sauen.
In den nächsten Tagen nehme ich mir eine andere Revierecke vor. Bei fast 800 ha, habe ich genug davon.
Von weitem betrachtet sieht das knapp 5 ha große Weizenfeld unbeschadet aus. Nur einzelne Wechsel scheinen das Feld zu durchziehen. Der Weizen ist inzwischen durchgereift. Die Körner brauchen noch einige trockenheiße Tage, dann sind sie erntereif. Lediglich im Schatten des Waldrandes sind kleine Partien noch milchreif. Zielsicher haben sich die Sauen genau diese Partien ausgesucht, um sich nachts darin am Weizen gütlich zu tun. Ebenso sieht es in einer anderen Revierecke aus.Hier nutzen die Sauen sogar den Pirschpfad zur Kanzel (Bild links, Waldecke), um komforabel und leise zum Feld zu gelangen. Weil wir wegen ständiger Abendgewitter und starken Regenfällen derzeit abends kaum ansitzen können, machen sich die Sauen dies zunutze und gehen direkt unter der Kanzel zu Schaden.
Etwas bescheidener fällt meine kleine Mais-Kanzel aus. Ich baue Sie als
A- und auch als H-Kanzel. Reviergang, 31. Juli 2008 Von weitem betrachtet sieht das knapp 5 ha große Weizenfeld unbeschadet aus. Nur einzelne Wechsel scheinen das Feld zu durchziehen. Der Weizen ist inzwischen durchgereift. Die Körner brauchen noch einige trockenheiße Tage, dann sind sie erntereif. Lediglich im Schatten des Waldrandes sind kleine Partien noch milchreif. Zielsicher haben sich die Sauen genau diese Partien ausgesucht, um sich nachts darin am Weizen gütlich zu tun. Ebenso sieht es in einer anderen Revierecke aus.Hier nutzen die Sauen sogar den Pirschpfad zur Kanzel (Bild links, Waldecke), um komforabel und leise zum Feld zu gelangen. Weil wir wegen ständiger Abendgewitter und starken Regenfällen derzeit abends kaum ansitzen können, machen sich die Sauen dies zunutze und gehen direkt unter der Kanzel zu Schaden. Reviergang, Oktober 2007 Nachdem inzwischen die Mehrzahl der Maisfelder abgeerntet sind, kann ich mir jetzt endlich wieder die Zeit nehmen, das Revier Stück für Stück mit dem Hund abzulaufen. Die verbliebenen 4 Maisfelder kontrolliere ich während der Anfahrt ins Revier.Wer mit aufmerksamen Augen durchs Revier geht, sieht Vieles, was man vom Auto zwangsläufig übersieht. So sind mir die Maisäcker am liebsten: Abgeerntet als Fotokulisse. Nachdem ich mich in den vergangenen beiden Monaten fast nur noch rund um die ausgedehnten Maisflächen und ihnen bewegt habe, war der erste Gang durch die herbstlich gelben Wälder ein ganz neues Erlebnis. Dort wo Eichen wachsen, liegen die Eicheln wie gesät unter den Ästen. Eine reiche Mahlzeit für das Wild, insbesondere für die Sauen. Alle Jäger und Forstleute, mit denen ich mich unterhalte, fürchten, dass es im kommenden Jahr wieder eine Sauenexplosion gibt. Die Vielzahl der Frischlinge, die dieses Jahr mangels Schnee den Winter und die winterlichen Jagden überlebt hat, wird nach Ansicht meiner Gesprächspartner im kommenden Jahr zu einem starken Anstieg der Population führen. Die Kombination von Eicheln und zahlreichen Gebrächstellen im Revier zeigt, dass die nimmermüden Schwarzkittel zur Zeit übers ganze Revier verteilt sind. Dabei kann ich noch von Glück sagen, dass die Sauen noch bevorzugt im Wald brechen und nur ganz vereinzelt in den Wiesen. Bei vielen Nachbarn in den Revieren zur Lahn hin, sehen die Wiesen schon ziemlich mitgenommen aus. Eicheln sind nun mal das beliebeste Futter für unsere Sauen. Leider wächst mit dem Eichelangebot auch der Appetit auf tierisches Eiweiß. Und das findet sich besonders leicht in den Wiesen.
So bin ich denn auch froh, dass die Sauen im Revier noch ausreichend tierisches Eiweiß im Wald und auch auf den Wildäckern finden. Auffällig ist, dass die Sauen seit einigen Wochen die Suhlen wieder intensiver annehmen. Vielleicht hängt es mit den beiden letzten trockenen Wochen zusammen. Ein guter Teil des Suhlenwassers ist verdunstet oder versickert. Der fester gewordene Schlamm eignet sich wohl wieder besser zum Suhlen als die Wasserpfützen des Sommers. An den Malbäumen lese ich ab, dass bei einer Abstreifhöhe von 70, 75 Zentimetern auch einige stärkere Stücke durchs Revier ziehen. Die Mehrzahl der Fährten deutet aber auf Frischlinge zwischen 10 und 20 Kilogramm hin.
Auch auf den Wildacker sind die Sauen zurückgekehrt. Wenn es im Augenblick auch eher ein Wilder Acker als ein Wildacker ist, ziehen steht überall das Gebräch der Sauen.
In den nächsten Tagen nehme ich mir eine andere Revierecke vor. Bei fast 800 ha, habe ich genug davon. Drei Schuss, drei Sauen ... Am vergangenen Freitag kontrollierte ich das Rehtälchen am Eingang des Reviers. Einige dunkle Flecken auf der Wiese ließen schon von der Straße aus vermuten, dass Sauen dort anfingen, die Wiese umzudrehen. Bei näherem Hinsehen zeigte sich denn auch, dass sie schon an vielen Stellen begonnen hatten, die Wiese auf den Kopf zu stellen. Ausgetretene breite Wechsel und viel abgstreifter Schlamm wies drauf hin, dass sich die Sauen hier seit einiger Zeit eingerichtet hatten. Der Platz war ideal. Mitten ein schmales feuchtes Wiesental und rechts und links ausgedehnte Dickungen. Eine davon im Nachbarrevier. Nach Absprache mit einem Freund verabredeten wir dann für Samstag ein kleines Saudrücken, das vor allem dem Training der beiden jungen Kopov-Bracken dienten sollte. Zu fünft gingen wir dann am Samstag auf die Jagd. So heißt das hier bei uns im Taunus. Drei von uns standen an den Wechseln, die anderen beiden tauchten mit den beiden dreivierteljährigen Kopovs im Dickicht unter. Zu hören war lange Zeit nichts. Einige hundert Meter weiter fiel schließlich ein Schuss. Kurz darauf wechselten knapp hundert Meter oberhalb von mir zwei Sauen über die Hangkante. Nur Sekunden später fiel erst ein Schuss, dann ein zweiter. Eine halbe Stunde später kehrten auch die beiden Hundeführer zurück. Einer von ihnen hatte einen Frischling geschossen. Zwei weitere Frischlinge waren von den angestellten Jägern erlegt. Die hatten denn auch eine berechtigte Frage an mich: 'Warum hast du denn nicht geschossen ?' Dort, wo ich mich ursprünglich anstellen wollte, war der Rest der Rotte quer über die Wiese auf dem ausgetretenen Wechsel ausgewechselt. Hätte ich mich nicht selbst ins Abseits gestellt, hätten vielleicht noch eine oder zwei Sauen mehr erlegt werden können. Das gute Ergebnis und die drei sauberen Schüsse versöhnten aber. Mit der einsetzenden Dämmeung ging ein ereignisreicher Nachmittag zu Ende.
Im Augenblick begleitet mich Finni durchs Revier. Finni ist eine Finnische Bracke.
Deshalb auch der Name. Auch wenn ich nur zwei Vorstehhunde geführt habe, gehört ihnen meine große Liebe. Leider gibt es bei uns im Taunus kaum mehr Arbeit für einen Vorstehhund. Gewinner der Veränderungen der Agrarlandschaft sind - zumindest hier bei uns im Mittelgebirge - die tschechischen Bracken, die Kopovs. Sie sind sanft, handlich und exzellent im Stöbern und dabei auch noch gute Nachsuchenhunde. Drei meiner Freunde führen inzwischen Kopovs. Ich werde Ihnen diese Hunde demnächst ausführlich vorstellen. |